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THEMA: Re:Die Legende der Nordmark
 
Casjen

Nordmark
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Re:Die Legende der Nordmark      01.04.2018 12:54:00 --- 7 Monate, 2 Wochen her  
16.September 1078

Wenn man sich nicht um alles selbst kümmerte, dann klappte Nichts. Aber auch gar nichts. Jetzt hatte ich Fenja die Richtung überlassen, während ich mich um die Nachrichten aus der Heimat kümmerte und wo kam ich an? Ganz wo anders.

"Ich will kein so riesiges Pferd. Also ist Erfurt falsch. Meissen war das Ziel, Fenja." Mutters Gefolgsfrau sah mich kurz an, bevor sie ihrem Bär den Kopf tätschelte. "Du kaufst doch kein Pferd, Kleiner. Wir, Smilla und ich brauchen frische Tiere und ich will ein schönes, großes, sonst frisst Liten es noch aus versehen auf."

Mal wieder sah ich mir den riesigen Bär an. Wenn es etwas gab, das so gar nicht passte, dann waren es der Name und die Größe von Fenjas Tanzbar. Tief seufzte ich und zügelte mein Pferd an einem Wäldchen, vor den Toren der Thüringer Stadt. Ich kannte Fenja schon mein ganzes Leben lang und wusste, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, konnte ich mir das Maul fusslig reden, abbringen ging nicht.

"Also gut. Dann holt euch Pferde. Ich bleibe hier und warte." Ich sah Smilla, Fenja und Liten nach, während mein Gaul das Gras in sich hineinstopfte, schon während ich ihm den Sattel abnahm. Jetzt hatte ich mich gar nicht auf Thüringen vorbereitet. Was gab es den hier noch, außer guten Pferden, für die Thüringen über ihre Grenzen hinweg bekannt war?

Die Sonne brannte mir auf den Pelz. Für Mitte September war es richtig angenehm. Ich legte meinen Mantel ab und döste etwas, als ich die Glocken der Stadt hörte. Was war denn jetzt los? Ich machte mir Sorgen. Smilla und Fenja waren noch unterwegs.

Schnell sattelte ich mein Pferd und ritt Richtung Erfurt, als mir schon zwei sehr bekannte Reiterinnen und deren pelziger Begleiter entgegen kamen. "Weg hier! Schnell! Erklärung später!" Irritiert wendete ich mein Reittier und preschte den Frauen hinterher, bis Fenja ihn offensichtlich neues Pferd zügelte. Ich rutschte vom Sattel und zog Fenja von dem ihrigen, was mir ein Brummen von Liten einbrachte.

"Was hast du schon wieder angestellt?!"


 
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Fenja

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Re:Die Legende der Nordmark      02.04.2018 01:33:21 --- 7 Monate, 2 Wochen her  
Ich? Was ich wieder angestellt hatte fragte Casjen? Als wäre ich ein kleines Kind! Schmollend lehnte ich mich an Liten. "Ich habe nichts gemacht. Garnichts, nur dass du es weisst, Kleiner. Wir haben nur Pferde gekauft, sonst nichts. Wir haben noch nicht mal gefälscht, weil ich keine Ahnung habe, was die erfahrungslosen Jungtiere wirklich wert sind und Smilla handelt nie.

Nachdem wir unser gutes Silber abgegeben hatten, da sind wir nur mal zur Burg. Wir waren halt gerade in der Nähe und da dachte ich eben, sehe ich sie mir aus der Nähe an. Also sind wir hin und ich habe die Wachsoldaten, ich betone, saufreundlich gefragt ob ich in die Burg kann. Der hat aber das Wappen der Nordmark auf unseren Schildern gesehen und dann gleich Alarm geschlagen und schon ging das Chaos los

Bevor wir reagieren konnten, ging ein Pfeilhagel auf uns runter und wir haben die Beine in die Hand genommen und sind so schnell die Pferde rennen konnten abgehauen. Wir hatten Glück. Ich hab nur den einen oder anderen Streifschuss und Smilla hat einen Treffer an der Schulter."


Nun sah ich Nynkes Sohn stocksauer an. "Hast du dich noch nicht darum gekümmert, dass die Nordmark nicht mehr als ein Haufen Trottel da steht, nur weil der frühere Woiwode, oder wie er sich halt genannt hat, ein Holzkopf war?
 
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Casjen

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Re:Die Legende der Nordmark      02.04.2018 01:57:15 --- 7 Monate, 2 Wochen her  
Stopp, halt, Moment. Ich will nach Meissen um dort kleine puschlige Ponys zu kaufen und du entscheidet ganz plötzlich selbst du willst was großes und führst uns nach ungefragt Thüringen, tust nicht nur ein Pferd kaufen, sondern willst der dortigen Landgräfin einen Besuch abstatten und ich bin schuld, weil du nicht mit Handkuss,"

Ich stockte mitten im Satz und liess ihn unbeendet. Erst jetzt kam ein nebenbei erwähnter Fakt in meinem Hirn an und ich drehte mich sofort auf dem Absatz um. "Smilla, geht es dir gut? Komm, ich sehe mir die Verletzung an. Ich kann zwar noch nicht so viel wie Talke, aber sie hat mir schon einiges beigebracht."

Die dunkelhaarige Dänin sah mich ein paar Sekunden nur an, dann glitt sie aus dem Sattel. Hatte sie eben das Gesicht verzogen? Ich half ihr dabei, die Rüstug und das Hemd aus zu ziehen, nachdem ich den Pfeil vorsichtig rausgezogen hatte. Das sah irgendwie garnicht gut aus.

Jetzt wünschte ich, meine Tante wäre hier. Aber Talke war mit meinen kleinen Geschwistern daheim geblieben. Wir wollten schließlich nur Pferde kaufen. Was sollte da nur schlimmes geschehen? Schnell war ich mit der Erstversorgung fertig, bevor ich mir seufzend mit der Hand durch die Haare strich. "Also gut, ziehen wir heim. Smilla braucht Ruhe und ich Zeit um eine Entschuldigung nach Thüringen zu schicken. Bei allen, Göttern, Engeln, Heiligen oder sonst was. Hoffentlich gibt es keine schwerwiegenden Reaktionen auf diese bescheidene Situation."


 
Letzte Änderung: 2018/04/02 01:57 von Casjen.
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Casjen

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Re:Die Legende der Nordmark      28.05.2018 07:36:17 --- 5 Monate, 3 Wochen her  
Februar 1081

Jetzt waren wir schon länger in Rom. Ich wollte mich mehr mit der Kirche beschäftigen. Immerhin war ich immer noch auf der Suche nach etwas, an das ich glauben konnte und so lange mein Vater in Friesland war um seiner Liebe nach zu trauern, hatte ich alle Zeit der Welt. Zumindest hatte ich das bei der Abreise geglaubt.

Inzwischen war ich klüger. Die beiden Frauen, die mir seit dem Tod meiner Mutter wie zwei wohlgeformte Schatten folgten, hatten hier in Rom wirklich ihr privates Glück gefunden. Also hieß es schon nach wenigen Tagen, Hochzeiten vorbereiten. Es dauerte und war richtig viel zu machen, immerhin musste nordischer Glaube und der christliche unter einen Hut gebracht werden, aber als alles erledigt war, hatten Smilla und Fenja einen schönen Tag und etwas später, als sich die beiden von den Männern trennen konnten, nun, da wurde mir beim Aufbruch auf die Schuhe gekotzt. Kinder bekommen scheint nicht lustig zu sein.

Ich muss zugeben, etwas neidisch bin ich doch, wenn ich die Turtelpaare sehe, während ich noch keine Frau in Sicht hatte. Zwar trieb ich mich immer wieder in den Betten von unterschiedlichen Frauen herum, aber gekaufte Liebe war nicht das was ich anstrebte. Aber egal. Vielleicht traf ich ja bei der Heimreise auf meine Zukünftige. Aber das würde noch dauern, bis meine Begleiterinnen ihre Kinder zur Welt gebracht hatten. So lange dürfte das ja nicht mehr dauern.


 
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Casjen

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Re:Die Legende der Nordmark      01.07.2018 22:23:03 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
Juli 1082

Die Grenze der Nordmark war gefühlt nur noch um Armlänge entfernt. Irgendwie freute ich mich, dass ich nach so vielen Monden wieder heim kam. Auch wenn ich mich dann wieder meinen Aufgaben widmen musste. Zumindest am Tag. In der Nacht würde ich mir wieder ein paar Gespielinnen suchen. Das hielt das Bett warm und den Körper gesund.

Aber jetzt würde ich mich erst bei Mutters Zwillingsschwester anmelden. Irgendwer musste ja die Zimmer für die Freunde aus dem Kirchenstaat herrichten. Weder Serena noch Lucrezia konnte ich während der Reise wirklich näher kommen. Doch das lag nicht alleine an Adamos Adlerauge. Der Inquisitor sah wirklich alles und war dadurch immer im Weg. Ob er mit dem Teufel im Bund war? Ich konnte mir das Grinsen kaum verbieten.

Zügig nahm ich mein Schreibzeug und begann zu schreiben.

QUOTE:
Liebe Tante Talke.

Es ist lange her, dass ich daheim war. Danke dass du dich um alles gekümmert hast, während ich unterwegs war. Ich bringe nicht nur die beiden Ehegatten von Smilla und Fenja mit, sondern auch einige Herren und Damen aus dem Kirchenstaat. Bitte sei so gut und bereite für meine Freunde ordentliche Zimmer her. Immerhin sind ein paar der Priester von der Inquisition und auch einen Kardinal vom Papst habe ich dabei. Oder so.

Außerdem wäre es toll, wenn du eine kleine Feier anleiern könntest.

Ich hoffe meinen Geschwistern geht es gut und die Mädchen waren nicht zu zickig.

Alles Liebe
Casjen


Bei einem kleinen Bauernhof blieb ich kurz stehen und übergab den Brief einem der Gesellen, der sich sofort auf sein Maultier schwang und das Tier antrieb. Einige Sekunden sah ich ihm nur nach. Na hoffentlich kam der mit dem klapprigen Vieh vor uns an.


 
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Christopherus

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Re:Die Legende der Nordmark      07.07.2018 17:01:42 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Talke hatte mich informiert, über Casjen Plan, der mich sehr bewegte. Der Junge würde eines Tages mein Nachfolger werden, als mein Erstgeborener stand ich das Recht zu. Auch, wenn man von ihm allerlei üble Geschichten hörte, dass er sich in Tavernen und Bordelle rum trieb. Ich hatte ihn nie über meine eigene Mutter erzählt, die in eines diese Freudenhäuser ihr leben verloren hat. Es schmerzte mich zu tief. Das über ihn zu hören. Doch um so mehr freute ich mich das er auch in all seinen jugendlichen Leichtsinn versuchte Beziehungen zu Fernen Ländern aufzubauen.
Der Kirchensaat, also Kardinälen Mitglieder der Inquisition. Diese Leute waren gefährlich doch, ich hoffte das ihre Beweggründe wirklich einem Fest und Turnier galten und es kein Vorwand war sich in die Angelegenheiten der byzantinischen Kirche einzumischen. Doch was sollte ich anderes tun ich vertraute meinem Sohn.

„Jesmina meine Schwester, wir werden ein Fest abhalten, eines was die Herren aus Rom beeindrucken wird. Wir haben keine Mauern und Aquädukte und auch keinen Dom oder ein Kolosseum, Aber, Liebe Schwester was wir haben ist Herzlichkeit zu verschenken, Speise und Trank mit ihnen zu teilen, und sie wie unser eigenes Fleisch und Blut zu betrachten. Schmückt die Wälle sowohl den oberen wie den unteren und vergesst die Brücken nicht. Die Brennaburg soll ihnen den Weg Weisen und ein Licht auf ihren Pfad sein.“

Lange diskutierten Jesmina und Christopherus, auch Talke war bei ihm, selbst Svantje und Nadjescha seine beiden Töchter, beteiligten anfangs an die Gespräche bis sie dann doch an Papa, s Seite eingeschlafen waren und Christopherus sie in sein Bett tragen musste. Seit er wieder Heimgekommen ist, schliefen die beiden nicht mehr in ihr eigenen Betten. Jeden Abend musste Christoph ihnen von Ihrer Mutter erzählen oder von der Ostmark, von Schleswig oder Friesland. Und er wurde es nicht müde, ihnen davon zu erzählen. Zu sehr hatte er seine beiden Prinzessinnen vermisst und lieb. Auch, wenn eines seiner Kinder nun seinen weg alleine bestritt. Nach den langen Gesprächen bevor er sich zu den Töchtern legte, schaute er in dem voller werdenden Mond. Und sagte Leise zu sich selber: „Casjen pass auf Dich auf da draußen. Ich habe Dich lieb Sohn."


Die Späher, die entsandt wurden, hatten endlich davon berichtet, dass die beiden Heere gesichtet wurden und gegen die Abendstunden die Brennaburg erreichen.
Man erwartet die Ankömmlinge gespannt, Christoph hatte sich in sein guten Zwirn begeben und das Volk Brennaburg, hatte sich auf den Wällen versammelt. Fieberte den kommenden Tagen förmlich entgegen, voll Trubel und Heiterkeit. Die Brennaburg erstrahlte in den bunten Farben des Herbstes. Die Frauen des Volkes hatten Girlanden und Gestecke aus Heidekraut, Weidenkätzchen, und Kornblumen, und alles was der Herbst an Farben zu bieten hatte gemacht.

Marktstände boten geröstet Bucheckern, Nüsse und gesalzen Sonnenblumenkerne an. So wie verschiede deftige Hartwürste, Fladen, und vieles mehr. Die Männer hatten in Oberbrennaburg ein Turnierplatz im Rund der mächtigen Familien gebaut. Sie mit Wimpel und Farnen ausgestattet. Und die Fachwerkhäuser mit den Reisigdächer ausgebessert. Stoffe aus dem Orient und Bausch aus den Tiefen Balkanländern wurde Pfeilgeboten. Trotz allen lag die Stadt in voller Dunkelheit des Abends.

Christopherus späte von oberen Wall Richtung des Ufers auf der anderen Seite erst als er die Reiter gut sah, nahm er Feuerstein und Stahl und entzündete auf dem Wall das erste Leuchtfeuer. Nach seinen folgten drei weitere oben und Zwölf weite am Außenring. Die Menschen, das Volk an und auf den Wällen entzündeten Kerzen, die sie mit sich führten. So bildeten sie zusammen, als Freunde, als Volk eine Lichterkette um die Ankömmlinge zu begrüßen. Um sie zu ehren um Brennaburg strahlen zulassen als Licht in der dunklen Nacht. Die Tore wurden geöffnet als Jesmina das letzte Leuchtfeuer entzündete, vor dem Haus der Woiwoden. Das Banner Nordmarkens erstrahlte im Schein des Lichtes.


 
Letzte Änderung: 2018/07/07 17:07 von Christopherus.
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Serena von Straubing

Kirchenstaat
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Re:Die Legende der Nordmark      09.07.2018 20:28:47 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Die Inquisitionsritter ritten langsam auf die Burg zu. Es war beeindruckent. Eine Menge an Lichtern, die man kaum zählen konnten, weißte ihnen den Weg. Serena sah sich um. Es war so anderst wie in Rom. Auch anderst wie in Ingolstadt, wo sie etwas Zeit verbracht hatten. Noch immer folgten sie den Rittern aus der Nordmark. Viele junge Mädchen winkten Casjen zu, der mit einem verführenden Lächeln zurrück winkte. Manchmal zwinkerte er einem Mädchen zu, dass dann rote Wangen bekam. Offenbar war der junge Nordmärker bekannt und bei den Mädchen beliebt.

Der Lichtweg führte sie zu einem Haus. Das war größer wie die anderen. Die Pferde wurden gezügelt und die Reisegeselschaft stieg ab. Langsam sah sich Serena um. das im Wind leicht flaternde Banner, das von den Feuern beleuchtet wurde glänzte. Es hielt ihren Blick kurz gefangen, bevor sie die vor dem Haus wartenden ansah. War das Casjens Familie? Die Woiwoden, mit denen er so gerne angab? Ob sein Vater da war? Casjen hatte doch erzählt der war schon lange weg und wahrscheinlich nicht zuhause. Standen hier die Tanten, von denen er erzählt hatte? Sie stellte sich neben ihren Mann und wartete darauf, dass sie vorgestellt werden würde.
 
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Casjen

Nordmark
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Re:Die Legende der Nordmark      09.07.2018 21:42:41 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Ich sah mich um. Das war doch nicht auf Talkes Mist gewachsen. Ich ritt an der Spitze des Troß, winkte und zwinkerte einigen süßen Mädchen zu. Da sah man es wieder gut. Ich musste nicht weit weg reisen, um wohlgeformte Hintern, pralle Brüste und zarte Schenkel zusammen mit schönen Gesichtern zu finden. Die nächsten Nächte waren auf alle Fälle gesichert und ich würde nicht alleine schlafen.

Voller Elan glitt ich vor unserem Haus aus dem Sattel. Ich umarmte Talke und Jesmina beinahe schon stürmisch und strahlte sie an. "Hallo ihr Beiden. Wie ihr seht, ich bin gesund und munter heim gekommen. Ich hoffe der beste Met wurde vorbereitet, damit wir feiern können. Los kommt mit, ich stelle euch den Leuten aus dem Kirchenstaat vor." Ich zog die beiden Frauen schon fast hinter mir her. Doch als ich Christoph entdeckte, der gerade auf uns zu kam, flüchtete das Lächeln auf meinen Lippen. Also lebte er doch noch.

Ich löste meinen Blick und führte meine Tanten weiter. "Darf ich vorstellen, die Schwester meiner Mutter, Talke und die Schwester meines Vaters, Jesmina. Tanten, das sind die Damen und Herren aus dem Kirchenstaat. Die Inquisitoren, die Gattin des Inquisitors, eine mehr als begabte Musikerin, die uns regelrecht vom Himmel geschickt wurde und der Kämmerer vom Papst und das hier sind die beiden Männer, die das Herz von Fenja und Smilla erobert haben. Simone und Leonardo."

Hatte ich eben noch gelächelt wurde ich ernst und deutete hinter mich. "Und der Herr dort hinten ist der Woiwode der Woiwoden." Leicht lächelte ich die Damen des Kirchenstaats an. "Ich besorge jetzt einen kleinen Begrüßungstrunk. Bitte genießt euren Aufenhalt hier auf der Brennaburg, ich bin gleich wieder da." Ich drehte mich ab und funkelte meinen Vater nur kurz wütend an, bevor ich ihn mit der Schulter etwas zur Seite rempelte und dann ins Haus stapfte. Ich brauchte unbedingt Wein, Bier oder Met. Nüchtern würde ich den heutigen Abend nicht ertragen.


 
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Lucrezia de Borgia

Kirchenstaat
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Re:Die Legende der Nordmark      10.07.2018 12:00:52 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Mit großen Augen sehe ich mich um. Diese Art Häuser habe ich noch nie zuvor gesehen. Der harzige Geruch der Feuer schwängert die Luft, vermischt sich mit den Gerüchen der Leckereien, die über den Flammen gegart werden. Gemurmel ist zu hören, wie es immer ist, wenn viele Menschen an einem Ort sind. Da kann der Einzelne noch so leise flüstern, bei der Menge wird es trotzdem zu einem gut hörbaren Grummeln. Dieses übertönt fast die Geräusche des späten Abends.

Ich rutsche vom Pferd, das ich während der Reise benutzen darf und sehe mich weiter um. Casjen zerrt zwei Frauen auf uns zu. Er hat mir auf der Reise schon einiges erzählt und die rothaarige Frau ist nicht nur seine Tante, sondern der Zwilling seiner Mutter. Ich lächle ihr leicht zu. Sie war in der Jugend bestimmt eine sehr schöne Frau. Immerhin zeugt ihr Gesicht, trotz einiger Runzeln und Fältchen davon. Als er meint, ich wäre vom Himmel geschickt, spüre ich das Brennen meiner Wangen. Noch immer habe ich mich nicht daran gewöhnt. Und das, obwohl Casjen ja gerne und viel Süßholz raspelt.

Mein Blick wandert zu dem Woiwoden der Woiwoden. Überrascht hebe ich meine Augenbrauen. Der Mann oder besser, Casjens Vater war gar nicht so alt, wie ich es mir vorgestellt habe. Müsste ich schätzen, würde ich ihn auf unter 40 schätzen. Ich habe eigentlich gedacht, ein oberster Woiwode wäre er ein lebenserfahrener Mann mit weißem Rauschebart und Gehstock. Ich sehe zum Camerlengo und dann zum Inquisitor und muss schmunzeln. Eigentlich kann ich es auch besser wissen. Im Kirchenstaat sind die oberen Würdenträger immerhin auch nicht wirklich alt.

Wieder sehe ich zu Casjen, der Getränke holen will. Er bahnt sich mit einer erschreckenden Entschlossenheit seinen Weg zum Haus. Offenbar ohne Rücksicht auf Verluste. Sonst wäre er seinem Vater ausgewichen. Aber er hat ihn mit der Schulter fast aus seinem Weg geschoben. Nachdenklich sehe ich die beiden Männer an, solange der jüngere in meiner Sichtweite ist und runzel die Stirn. Was war nur geschehen, dass das Verhältnis zwischen Vater und Sohn so eisig wurde? Ich senke den Blick. Wieder brennen meine Wangen. Neugierde war noch nie etwas Gutes und vielleicht war es besser ich würde mich nicht einmischen.


Alles kannst du sehen, wenn du willst.
Alles kannst du hören, wenn du willst.
Trau dich nur zu spinnen, es liegt in deiner Hand.
aus Abenteuerland von Pur
 
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Danija

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Re:Die Legende der Nordmark      28.07.2018 17:50:44 --- 3 Monate, 2 Wochen her  
Das Stammesgebiet des Król Ursibor, ihres Stammesfürsten lag weit hinter Czernoglowy, Rugard und Danija.
Sie hatten gejagt, gefischt, einen riesigen Bären getötet, der sie angegriffen hatte und sich als Viehtreiber verdingt.
Jetzt waren sie in Brennaburg, das hieß in der recht ansehnlichen Siedlung zu Füßen der Brennaburg.
Es herrschte reges, geschäftiges Treiben da ein großes Fest und ein Turnier kurz bevor stand.
Wie man hörte waren hohe Vertreter des Christengottes auf der Brennaburg zu Gast, deren Herr Woiwode Christopherus, der Herr über die Nordmark war.
Den drei Slawen war dieses Christentum sehr suspekt, zumal es wohl unterschiedliche Auslegungen wie man an diesen Gott der Christen zu glauben hatte.

Es galt nun Unterkunft für die anbrechende Nacht zu finden.

Der Lohn des Viehhändlers reichte leicht um in einem Gasthof ein Quartier zu nehmen und sich ordentlich satt zu essen, allerdings merkte man an den Preisen das ein großes Ereignis bevorstand und man zahlungskräftiges Publikum erwartete.

Gemütlich saß man im Gastraum, genoss köstlichen Braten und gutes Bier.
Nur wenige Plätze waren noch frei und die meisten Gäste waren besser gekleidet als das slawische Trio.
Gelegentlich wurden die drei Freunde teils misstrauisch, teils missbilligend beäugt, doch sie waren zu sehr mit essen, trinken und der Unterhaltung in ihrer Muttersprache beschäftigt als dass sie ihr Umfeld wahrgenommen hätten.

"Was denkt ihr, wollen wir an dem Turnier teilnehmen?"
"Da dürfen sicher nur Leute von Stand mitmachen!"
"Denke auch das sie da keine Stammeskrieger haben wollen."
"Ja, das denkst du Czernoglowy, aber du weißt es nicht."
"Du hast Recht Danija, ich weiß es nicht, aber es ist eigentlich auch egal.
Hast du gesehen wie die Wachen am Tor gerüstet und bewaffnet waren?"
Die rothaarige Stammeskriegerin nickte unbeeindruckt
"Was denkst du wie deren Herrschaften erst ausgerüstet sind?
Da haben wir doch nicht den Hauch einer Chance."
"Pfff...Lass es uns doch versuchen! Oder wollen wir uns weiterhin als Viehtreiber verdingen?"
"Czernoglowy hat Recht, wir holen uns da nur eine blutige Nase!"
Verächtliches Grunzen war von der Rothaarigen zu vernehmen "Warum habt ihr unseren Stamm eigentlich verlassen? Ziegen, Schweine und Rinder hättet ihr auch da hüten können!"
"Hör zu Danija, ich scheue keinen Kampf, aber ich hab auch keine Lust mich zum Gespött der Leute zu machen, wenn mich ein hochgerüsteter Christenritter verprügelt wie einen räudigen Köter!"
"Wenn man mit ganzem Einsatz kämpft und sein Bestes gibt macht man sich nicht zum Gespött."
"Hört auf euch zu streiten, das kostet sicher einige Münzen um an einem Turnier teilzunehmen, das können wir uns sicher eh nicht leisten!"
 
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