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THEMA: Re:Neues aus dem Kirchenstaat
 
Valerius Nomini

Kirchenstaat
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graphgraph
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Re:Neues aus dem Kirchenstaat      12.06.2018 12:45:18 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Valerius sank mit einem leichten, befreienden Seufzen auf den ihm zugewiesenen Stuhl. Er lächelte, doch das Lächeln gefror ein wenig, als er die Frage der Herzogin vernahm. Er sah kurz zu ihrem Gatten hin, doch dann entschied er sich für die reine Wahrheit. Alles andere wäre der jungen bayrischen Christin gegenüber ungerecht gewesen. Er zögerte, seine Worte sorgsam wählend.
"Nun, ich hatte das unbeschreibliche Glück, in einem mehrsprachigen Haushalt aufzuwachsen und einige meiner Hausgenossen nahmen in Anbetracht längerer Pilgerreisen Unterricht in den Sprachen französisch, spanisch, deutsch und russisch. Neben meiner Muttersprache und der allgegenwärtigen Sprache des Herrn entdeckte ich einen Faible für die deutsche und die französische Sprache und saugte jede Vokabel in mich auf. Das Bayrische hörte ich, wie ... mein Vorgänger es sich mehr und mehr zu eigen machen wollte und ab und an benötigte er Hilfe dabei. Ich war damals noch kein Cardinal und ich hoffte sehr, das ich seiner Eminenz hilfreich sein konnte. Leider ist das auch alles, was uns verband. Ich lernte Cardinal Francesco als freundlichen Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn kennen, weswegen ich es nur um so mehr schätze, seine Schwester jetzt ebenfalls kennenlernen zu dürfen."
Valerius lächelte leicht.
"Ich erkannte Euch gleich. Die Familienähnlichkeit ist unübersehbar, auch wenn Ihr.... deutlich hübscher seid. Wenn Ihr also meine Sprachkenntnisse bewundert, so muß ich Euch leider mitteilen, das nicht mir dafür das Lob gebührt. Ich war nur ein Schüler, der einen guten Lehrer hatte."
 
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Iris Maria von Ortenburg

Bayern
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graphgraph
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Re:Neues aus dem Kirchenstaat      13.06.2018 07:36:08 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Ein Kompliment über ihre Erscheinung aus dem Mund eines Kirchenmannes, das überraschte Iris jetzt doch, ebenso wie die Eröffnung über seine Studien. Er hatte also von Francesco gelernt. Kurz hing sie ihren Gedanken nach, erinnerte sich an den letzten Besuch ihres Bruders. Damals war er zusammen mit ihrem Vater und Americus aus Sachsen heim nach Rom gereist und hatten in Bayern eine etwas längere Pause gemacht. Bei Gott war das lange her.

Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf ihre Lippen "Dann haben wir etwas gemein. Ich tu mich immer etwas schwer, beim erlernen von Sprachen. Francesco hat mir schon in unserer Kindheit dabei geholfen. Er ist diesbezüglich sehr talentiert."

Das Schmunzeln wandelte sich zu einem gefühlvollen Lächeln, doch dann gefror es. Irgendwas an Valerius Worten irritierte sie gerade und sie kam nicht drauf, was genau es war. Lange Sekunden musterte sie den Kardinal ernst, fast schon durchdringen, als es ihr einfiel. Schon bei seinem Schreiben hatte sie etwas irritiert, aber die Aufregung und die Vorfreude auf ein vielleicht bevorstehendes Treffen hatte sie abgelenkt.

Ihr Blick wurde intensiver. Beinahe wie bei einer Katze, die eine Maus entdeckt hatte und nur auf den richtigen Moment wartete um zu zuschlagen. Waren sie einem Hochstapler aufgesessen? War das etwa kein Kardinal aus dem Kirchenstaat? Aber das wäre schon sehr dreist. Aber vielleicht bekam sie das ja noch heraus. Sie griff nach ihrem Becher und drehte ihn langsam zwischen den schlanken Fingern.

"Eine Frage hätte ich jetzt noch. Ich hoffe sie stört Euch nicht, Eminenz. Ihr seid, nach Euren Worten, der Nachfolger meines Bruders für den Posten des Kämmerers seiner Heiligkeit. Wieso? Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin überzeugt, daß Ihr dem heiligen Vater gute Dienste in Eurer Stellung leistet. Jedoch mag mein Bruder seine Aufgaben und hat nie verlauten lassen, daß er den Posten abgeben möchte."

Aus den Augenwinkel sah sie, wie Heinrich Dorian zu sich winkte und ihm etwas ins Ohr flüsterte. Ihr Waffenträger verschwand aus dem Blickfeld der Herzogin und das leise klicken der Tür zeigte Iris, daß er aus dem Zimmer gegangen war. Langsam glitt ihr Blick über die Männer im Raum. Irgendetwas stimmte hier überhaupt nicht. In der Luft lag etwas, das fast greifbar erschien.


Du hast meinen Tag erhellt, jetzt bist du selbst ins Licht gegangen. Doch ein Teil von dir bleibt und ich werde den Teufel tun und diesen letzten Funken verglühen lassen, indem ich dich vergesse.

Und eine Stimme rief vom Himmel herab: Getrost sein darf, wer im Vertrauen auf Gott stirbt; er darf sich ausruhen von Arbeit und Leid und empfängt gewisslich den Lohn für alle Mühe. (Offenbarung14,13)
 
Letzte Änderung: 2018/06/13 07:36 von Iris Maria von Ortenburg.
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Valerius Nomini

Kirchenstaat
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Re:Neues aus dem Kirchenstaat      13.06.2018 13:14:01 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Valerius zögerte. Als der Waffenträger der Herzogin das Zimmer verlassen hatte, nahm er erst einen Schluck aus seinem Becher, bevor er den Blick der jungen Frau ruhig erwiderte. Sie war sicher etwas verunsichert durch seine Worte, doch sie war klug. Ob der Junge Zeit genug gehab hatte, den Medicus herzuholen? Als er eine Antwort nicht mehr herauszögern konnte, wählte er seine Worte mit Bedacht.
"Nein. Nein, natürlich wollte Euer Bruder seine Position nicht aufgeben. Er hat sie in einer Weise ausgefüllt, wie nur er es vermochte und nachdem Euer Vater zum Herrn aufgestiegen war, war es seiner Heiligkeit geradezu ein Herzenswunsch, Francescos Leben mitformen zu dürfen. Er hielt große Stücke auf Euren Vater und... ebenso auf Euren Bruder."
Valerius seufzte leise.
"Manchmal erkennen wir das große Ganze in Gottes Plan nicht mehr. Manchmal ... ist es für uns einfache Menschen zu schwer zu erkennen und doch ist es da. Francesco war voller Tatendrang, voller Glauben und... ebenso voller Demut, doch der Herr entschied, ihn zu sich zu nehmen. Als die Seuche das letzte Mal die Grafschaft Eures Ziehvaters heimsuchte, kümmerte er sich aufopfernd um die Menschen, mit denen er so vertraut gewesen war. Doch er ging mit ihnen. Wir konnten nichts mehr tun."
Er sah die Herzogin mit einem ehrlich bedauernden Blick an.
"Ich habe seinen Posten erst nach... seiner Heimkehr bekommen. Ebenso, wie traurige Aufgabe, Euch dies mitzuteilen."
 
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Iris Maria von Ortenburg

Bayern
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Re:Neues aus dem Kirchenstaat      13.06.2018 13:58:57 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Der Kelch fiel ihr aus den Händen, kippte um und rollte über den Tisch, bevor er mit einem leisen Klong auf dem Boden aufschlug. Ungläubig sah Iris den Kardinal an. Das war unmöglich. Das meinte er nicht ernst. Ihr Bruder konnte doch nicht tot sein. Iris Blick heftete sich fest an den des Kardinals. Sie versuchte heraus zu lesen, daß sie einem Scherz, einem schlechten Scherz aber immerhin einem Scherz aufgesessen war. Aber sie konnte nichts anderes darin lesen wie Ernsthaftigkeit, gemischt mit Bedauern.

Langsam löste sich ihr Blick und sie blickte erschüttert auf ihre Hände. Er hatte keinen Grund, also mußte es die Wahrheit sein. Außerdem, war es typisch für Francesco gewesen, sich um die Leute zu kümmern, die seit seiner Geburt bei ihm waren. Ihre Augen begannen zu brennen und unwirsch wischte sie sich kurz mit dem Ärmel über die Augen. Eigentlich hatte sie sich immer unter Kontrolle. Doch heute, just in diesem Moment konnte sie die Tränen nicht zurückhalten. Zusehr hatte sie die Nachricht getroffen. Zusätzlich war sie seit der Schwangerschaft ziemlich nah am Wasser gebaut.

Sie spürte Heinrichs Hand auf ihrer Schulter und verbarg das Gesicht hinter ihren Händen. Nur das leichte Beben ihrer Schultern bewies daß sie den Tränen nachgegeben hatte. Es dauerte, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Sie trocknete ihre Wangen mit ihrem Taschentuch, bevor sie wieder zu Valerius blickte und sich leise räusperte. Ihre Stimme war leise und klang erschöpft. "Ich danke Euch, daß Ihr mir diese Nachricht persönlich überbracht habt und nicht den einfachen Weg eines Briefes genutzt habt."


Du hast meinen Tag erhellt, jetzt bist du selbst ins Licht gegangen. Doch ein Teil von dir bleibt und ich werde den Teufel tun und diesen letzten Funken verglühen lassen, indem ich dich vergesse.

Und eine Stimme rief vom Himmel herab: Getrost sein darf, wer im Vertrauen auf Gott stirbt; er darf sich ausruhen von Arbeit und Leid und empfängt gewisslich den Lohn für alle Mühe. (Offenbarung14,13)
 
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