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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham
 
Eliska von der March

Mähren
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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      13.04.2018 20:38:15 --- 3 Monate, 1 Woche her  
„Ich hoffe, ich wirke nicht zu neugierig, aber ja, Familiengerüchte sind unterhaltsam. Wenn Ihr mir mehr erzählen möchtet, werde ich Euch gerne lauschen“ Eine neue Tanzfigur trennte sie für einen Moment.
„Vielleicht verratet Ihr mir auch, wie es in Eurer Familie mit den Ehen gehalten wird“. Dabei schien etwas Ungewöhnliches daran zu sein, denn Wilhelm wirkte für einen Moment verlegen. Schnell ging er darauf ein, dass Eliska vor einer arrangierten Ehe verschont blieb.
„Ja, dies ist wahrlich ein Glück, selbst über den Ehegatten bestimmen zu dürfen. Die Ehe meiner Eltern basierte auf wirklicher Liebe und war nicht arrangiert. Dieses Glück wollten sie mir auch zu Teil werden lassen. Und nun, mittlerweile, bin ich in der eher traurigen Situation, dass ich ihnen einen Schwiegersohn nicht mehr vorstellen kann“. Sie senkte ihren Kopf wurde dann aber von Wilhelm für eine Drehung gegriffen. Dabei zog sie ihr Bein nicht schnell genug fort, so dass sie im nächsten Moment sein Gewicht auf dem Fuß spürte. Ein böser Blick traf Wilhelm, doch dann erinnerte sie sich seiner Worte.
„Wie schändlich von Euch, absichtlich Fehltritte zu machen. Ihr dürftet mich auch einfach um einen Kampf am morgigen Nachmittag bitten“ sprach sie ihn grinsend an.

Plötzlich wurde es still im Ballsaal und die Tanzpaare kamen zum Stehen. Irgendetwas war im Gange, was Eliska aber nicht einsehen konnte. Als dann die laute Stimme des Königs zu vernehmen war, zog sie Wilhelm am Ärmel und flüsterte leise „Los, kommt. Wir wollen mal nachsehen, was da los ist“.
 
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Gero von Rabenstein

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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      15.04.2018 11:55:02 --- 3 Monate her  
Stolz betrachtete Gero Josefina, als sie sich gegen das Duell entschied. Nicht nur hübsch, sondern auch schlau. Das gefiel ihm. Am liebsten hätte er sie sofort gefragt, ob sie sich an seiner Seite beim nächsten Tanz von diesem Schreck erholen wolle, doch sie gab der Reparatur ihres Kleides den Vorrang. Gero fühlte einen Stich in seinem Herzen, den er sich objektiv nicht erklären konnte. Ihre Hand auf seiner, ihre schmachtenden Blicke, die sie ihm zuwarf und die er längst bemerkt hatte, hatten die plötzlich gar nichts zu bedeuten? Was, wenn sie einfach jedem gegenüber so auftrat und er Josefina nur wie eine hungrige Fliege auf den süßen Leim gegangen war? Auch diesem Heinrich gegenüber war sie schließlich ausgesprochen freundlich aufgetreten und wie sie mit Eberwein getanzt hatte, konnte Gero ebenfalls nicht vergessen. Ihre trefflich gewählten Worte, der tadellose Knicks, beides half nicht dabei seine Bedenken zu zerstreuen. Was, wenn sie doch nur ein fein konditioniertes Vögelchen war, das auf Befehl sang und hübsche Pirouetten drehte?

Mit einem mal wusste er nicht mehr, was er von diesem Mädchen halten sollte. Er fühlte sich unsicher, trotz Krone war er doch noch oft genug ein Junge, der im Innersten verletzlich blieb.
"Meinen Mantel kannst du mir später zurückgeben", sagte er steif zu Josefina, "Kümmer dich nur erstmal darum, dass dein Kleid wieder hübsch gerichtet wird. Ich werde derweil schauen, ob ich auch andernorts gebraucht werde."
Seine Freude darüber, ihr helfen zu können war in einem einzigen Augenblick verflogen, die Freude über das Fest hatte einen fetten Kratzer abbekommen und brüsk wandte er sich ab.

Irgendwann musste er sich noch bei Heinrich von Nürnberg-Dießen für sein Eingreifen erkenntlich zeigen. Nicht jetzt, vielleicht später am Abend oder in den nächsten Tagen nach der Audienz, die sich die Herzogin Bayerns erbeten hatte. Gero schlängelte sich durch die Umstehenden, überlegte kurz, Eberwein mit der Schulter anzurempeln und entschied sich dann doch dagegen. Dann wäre er ebenfalls rüpelhaft, ein schlechtes Beispiel und kaum der Hoheit würdig, die er hier verkörperte.

Den Trubel hinter sich lassend suchte er sich einen der Tische, auf denen die Speisen aufgebaut waren und darauf warteten verzehrt zu werden. Ohne seinen purpurnen Mantel fühlte Gero sich freier. Er blieb nirgends hängen und die schwarze Kleidung, die er darunter trug, war weit weniger auffällig. Vielleicht war es so gar nicht schlecht, denn immerhin hatte er sich schon seit Längerem auf eines der knusprigen Hühnerbeine gefreut und jetzt endlich die Gelegenheit, seinen knurrenden Magen zu besänftigen.


 
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Zora Julynn von der March

Mähren
RITTER-RAT
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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      15.04.2018 17:32:36 --- 3 Monate her  
Tatsächlich hatte ich diesen eingebildeten Schönling etwas aus dem Tritt gebracht.
Allerdings dauerte es nicht lange, und er betrachtete mich wieder auf eine eigentümliche Art. Nicht, wie ein schmackhaft belegtes Brot, sondern wie etwas, welches ein tiefer gehendes Interesse oder ein tiefer gehendes Verlangen auslöst. Jetzt wurde mir ein wenig mulmig. Inzwischen wusste ich ja, dass mein Antlitz und mein Körper recht ansehnlich geraten war. Doch was ich damit bei dem anderen Geschlecht auslösen konnte, davon bekam ich gerade erst eine Ahnung. Ich wurde unsicher, denn ich wollte nichts unbedacht heraufbeschwören oder ein Verlangen schüren, welchem ich nur mit einer Absage entgegentreten konnte. Aber vielleicht konnte ich diesen Ball nutzen, um die ersten Schritte zu lernen, wie das mit den Männern funktionierte.Worauf sie reagierten und worauf nicht.

Ich sah Mattheo lächelnd an und antwortete ihm „Ja, gerne. Morgen nach der Mittagsruhe“ Wie rasch ich zu einer Verabredung gelangt war, würde ich Eliska erzählen müssen, dachte ich amüsiert. Gerade ich!.
Wir tanzten weiter als es mit einem Male eine große Unruhe im Saal gab und eine laute Stimme nach dem König begehrte. Ebenso wie Mattheo konnte ich mir zunächst keinen Reim darauf machen. Ich drehte mich ebenfalls um und sah in die gleiche Richtung wie mein Tanzpartner.
Bevor ich überhaupt Josefina, seine Schwester, erkannt und die Situation verstanden hatte, ließ Mattheo meine Hand mit einem knappen „Verzeiht“ los und ging durch die Menge auf Josefina und ihren Begleiter zu. Ich schickte ihm noch ein „Ruhig Blut“ hinterher, denn so zerrupft, wie Josefinas Kleid aussah, würde es ihn verärgern.
Nachdem neben Mattheo auch ein weiterer Herr und dann der König selbst und seine Tanzpartnerin der armen Griebstein zur Hilfe kamen, wendete ich mich ab und suchte Eliska und Isenbard. Diesen sah ich an einem der Tische sitzen und ich machte mich dorthin auf.
Falls Mattheo noch einen weiteren Tanz mit mir haben wollte, würde er mich aufsuchen. Und sonst würden wir uns am nächsten Tag auf dem Übungsplatz sehen.
 
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Isenbard von der March

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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      15.04.2018 19:23:24 --- 3 Monate her  
Isenbard prostete den Damen zu und lauschte dann der Geschichte von Alca und Maceal. Er konnte sich das Lachen nicht verkneifen. „Maceal ist mindestens so tollpatschig, wie ich. Obwohl wir keine Brüder sind. Aber immerhin ist er ebenso weich gefallen, wie ich“ versuchte er Alca zu necken.

Alca schien nur wenige Jahre älter als Isenbard selbst zu sein. Noch kannte er ihr Wesen nicht, äußerlich fand er sie jedoch sehr ansprechend.
Deswegen ließ ihn Alessias' Ausspruch hellhörig werden. „Wer sollte Schneid beweisen, damit was in der Familie bleibt, werte Alessia von Schönbrunn?“
 
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Alessia von Schoenbrunn

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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      15.04.2018 20:09:15 --- 3 Monate her  
Die Geschichte hatte sie ja nicht das erste Mal gehört, aber sie war erneut erheiternd. Alessia nippte an ihrem Becher als Isenbard nun das Wort an sie richtete. Schmunzelnd stellte sie den Becher beiseite und beugte sich ein wenig zu Isenbard hinüber.
Leise beantwortete sie seine Frage. "Nun werter Isenbard von der March, euer Verwandter Maceal und unsere Alca hier, sind sich zugetan, das sieht ein Blinder." Noch immer schmunzelte Alessia und als sie den Blick von Alca einfing, wurde es nur intensiver. "Das Missgeschick würde also in der Familie bleiben" fügte sie zwinkernd an.
 
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Mattheo von Griebstein

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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      16.04.2018 15:45:23 --- 3 Monate her  
Mattheo

Nachdem ein kurzer Kampf zwischen mir und meiner Schwester stattgefunden hatte, der allein mit Blicken ausgetragen worden war, begann sie zu sprechen.
Ihre Worte trafen mich als hätte sie mich persönlich zurückgewiesen.
War ihr denn nicht klar, dass dieser Wicht nicht nur ihre Ehre, sondern mit seinem Verhalten unsere Familie gekränkt hatte?
Und Niemand! Niemand würde ungestraft davon kommen, der meine Schwester verletzte. Sei es nun körperlich oder seelisch.
Er würde büßen! Früher oder später! Er würde dafür büßen!
Ich ballte die Fäuste.
Nachdem der König sich entfernt hatte, trat ich zu Josefina.
Ich nickte in die Runde und bedachte jeden mit einem grüßenden Blick.
Hatte ich der Herzogin Bayerns gerade flüchtig zugezwinkert? Diese Gewohnheit musste ich unbedingt ablegen! Ich hoffte die schöne Adlige würde es mir nicht übel nehmen. Zudem stellte ich erleichtert fest, dass zumindest Heinrich, welcher zu meiner linken stand, dieses von mir keineswegs beabsichtigte Fehlverhalten nicht mitbekommen haben konnte.
Wieso hast du mir das Recht verweigert, diesen Lump zu strafen?
fragte ich meine Schwester schließlich flüsternd, während der Zorn immer noch in meiner Stimme bebte.
Was hat er dir angetan?
ich blickte an ihr herab und wurde nur noch wütender.
Nun beruhige dich, Mattheo.
Antwortete sie mit belegter Stimme, nachdem sie mit einem enttäuschten Blick dem König nachgesehen hatte, wie dieser sich gerade zum Buffet durchschlug.
Er ist mir ein paar Mal auf die Füße und auf den Saum getreten, doch er hat es sicher nicht aus Absicht getan.
Mit einem eindringlichen Blick bedachte sie mich.
Ich glaube auch nicht, dass er mich absichtlich vor dem König hat bloßstellen wollen. Bitte tu mir den Gefallen, bleib einfach ruhig und geh weiter tanzen. Ich gehe mit Martha hinaus. Sie will mir helfen mein Kleid zu nähen. Ist das nicht lieb von ihr?
Mein Blick wanderte zu dem hübschen Mädchen an Josefinas Seite – die Einzige die unser leises Gespräch mitbekam - und ich schenkte ihr ein kurzes Lächeln. Doch dieses täuschte nicht darüber hinweg, wie stocksauer ich nach wie vor innerlich war.
Meine Schwester wechselte mit Heinrich und Martha einige kurze Worte, bevor sie zielstrebig in der Menge verschwand. Ich blickte ihr einen Moment nach und versuchte meinen Ärger in den Griff zu kriegen.
Im nächsten Moment wurde mein Blick von Eberwein abgelenkt, wie dieser ebenfalls die Tanzfläche verließ, jedoch in eine andere Richtung.
Ohne auch nur einen Moment zu zögern folgte ich ihm.
 
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Josefina von Griebstein

Meißen
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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      16.04.2018 15:51:21 --- 3 Monate her  
Josefina spürte Geros Ablehnung sofort. Oder zumindest glaubte sie es in seinem Blick zu lesen, bevor er sich abwand und davon ging.
Annabel hatte also doch unrecht gehabt, als sie behauptet hatte, dass der junge Herrscher ein Auge auf Josefina geworfen hatte. Enttäuscht schlug die junge Frau die Augen nieder.
Erneut hätte sie losschluchzen können.
Doch die Blöße wollte sie sich nicht geben, nun da sie gerade erst den peinlichsten Moment ihres jungen Lebens überstanden hatte.
Sie amtete tief durch und scholt sich innerlich eine Idiotin. Wie hätte sie auch nur einen Moment wirklich glauben können, dass der König an ihr Interesse finden konnte? Sie. Ein Mädchen mit zweifelhafter Herkunft, Tochter einer Gräfin und eines gemeinen Schmieds. Sie würde nie würdig sein in solch hohe Kreise einzuheiraten. Vermutlich konnte sie froh sein, wenn sie überhaupt Jemand wollte.
Josefina schluckte schwer und begegnete dann dem Blick ihres Bruders mit welchem sie einige leise Worte wechselte, bevor sie sich wieder Iris, Martha und Heinrich zu wand.
Ich folge Euch sofort, werter Baron, doch bitte habt noch einen Moment Geduld. Ich muss unbedingt etwas erledigen, was mir schon die ganze Zeit auf der Seele brennt und keinen Aufschub duldet. Vorher kann ich den Saal nicht verlassen. Vielleicht wollt ihr mich kurz begleiten? Es dauert sicherlich nicht lange.
Nach wie vor zitterte ihre Stimme und erneut trat ein beschämter Ausdruck auf ihr Antlitz als sie an den Moment dachte, wie zuvor das junge Paar durch die Ungeschicklichkeit Eberweins und ihrer selbst zu Fall gekommen war. Isenbard von der March meinte sie dabei erkannt zu haben und gerade eben hatte sie diesen an einem Tisch entdeckt.
Josefina raffte den zerrissenen Rock und steuerte zielstrebig auf den Tisch zu.
Dort angekommen, wartete sie geduldig, bis der junge Mährener ihr seine Aufmerksamkeit schenkte. Eine der Frauen, die mit diesem am Tisch saßen, erkannte Josefina nun als seine Tanzpartnerin und so richtete die junge Griebsteintochter das Wort auch an sie,
Verzeiht die Störung. Ich möchte mich entschuldigen. Es tut mir schrecklich leid, was auf der Tanzfläche geschehen ist und ich hoffe ihr seid nicht verletzt.
Besorgt musterte sie Alca und Isenbard und senkte dann beschämt den Blick.
Es ist nicht aus Absicht geschehen. Bitte verzeiht!
bat sie schließlich mit geröteten Wangen.
Die Situation war der jungen Frau schrecklich unangenehm. Doch gerade eben hatte sie Schlimmeres erlebt, sodass diese Hürde klein zu sein schien. Sie war froh die Worte über die Lippen bekommen zu haben. Vor Schuldgefühlen hätte sie sonst kaum mehr ein Auge zu machen können.
Nun konnte sie nur hoffen, dass die beiden Geschädigten ihre Entschuldigung annahmen.
 
Letzte Änderung: 2018/04/16 16:01 von Josefina von Griebstein.
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Alca von Salza

Ostmark
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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      16.04.2018 18:22:48 --- 3 Monate her  
Sie machte sich lustig, ja definitiv machte das Alessia und Alca warf ihr einen bösen Blick zu, doch sie schwieg. Daraufhin schnappte sie sich ihren Becher Wein und trank einen großen Schluck. Vielleicht sollte sie das Orchester in ihrem Kopf mit Wein ertränken. Andererseits war sie schon genug auf dem Ball durch die ungewollte Tanzeinlage aufgefallen, also stellte sie den Becher wieder auf dem Tisch ab.

Dann erschien am Tisch eine hübsche junge Frau mit feuerroten Haaren und sprach sie an. Aha, sie war also einer der Übeltäter. Da der erste Schock überwunden war, konnte Alca über die Peinlichkeit schon fast lachen. Also lächelte sie die junge Frau an. "Es sei euch verziehen. Der Boden ist sehr gut verarbeitet und wird noch so manchen Ball aushalten." Ein Zwinkern dabei konnte sich Alca nicht verkneifen. "Es ist noch alles an seinem Platz und bis auf eine Beule ist nichts geschehen."
 
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Eberwein von Kuckuckstein

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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      16.04.2018 21:09:54 --- 3 Monate her  
Es war tatsächlich überstanden. Eine unbeschreibliche Last fiel innerlich von mir ab als sich die Runde, in der ich mich eben noch befand, auflöste oder zumindest umsortierte. König Gero zog davon und gefühlt alle Aufmerksamkeit wandte sich von mir ab. Ein gutes Gefühl. Nur einen Unruhepol spürte ich förmlich auf meinen Wangen glühen. Der Greibsteinjunge, Josefinas Bruder, schien noch immer mehr als nur verärgert zu sein. Wenn der mich zu fassen bekäme, wäre ich wohl meine sieben Katzenleben auf einem Schlag los und würde mich trotzdem auf den Weg ins Himmelsreich befinden. Angesichts der spießigen Gesellschaft hier ein gar nicht mal unattraktiver Gedanke. Wobei... Nein, eigentlich fühlte ich mich dafür noch nicht bereit. Ich war jung und hatte im Vergleich zu bestimmten anderen Anwesenden mein Leben noch vor mir. Und ich würde es in vollen Zügen genießen, so viel stand fest!

In diesem Sinne würde meine nächste Handlung darin bestehen mich der unangenehmen Situation zu entziehen und mir etwas zum Nippen zu versorgen. Ich nutzte die Gelegenheit, dass der junge von Griebstein im Gespräch mit seiner Schwester abgelenkt war und nickte Josefina noch einmal entschuldigend zu. Dann schnappte ich mich die nächstbesten zwei Schoppen Roten und verzog mich nach draußen. Es war dunkel und einiges leiser als im Saal. Nur hier und da erhellten ein paar mehr oder weniger große Flammen und Feuer die dunkle Nacht. Hin und wieder drangen Stimmen an mein Ohr, huschten vereinzelte Gäste oder Wachleute durch die Szenerie. Ich brauchte Ruhe und suchte mir ein besonders abgelegenes Fleckchen. Ich ging zur brusthohen Mauer der Anlage, zog mich nach oben und machte es mir mit meinen zwei schimmernden Begleitern bequem am Abgrund. Mein Blick fiel auf die Häuser unterhalb. Die Ruhe, die hier herrschte, legte sich mehr und mehr auf meinen Geist, vertätschelte zusehends meine Seele. Idylle. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit konnte ich unbeschwert durchatmen während mir eine kühle Frühjahrsbrise um die Nase wehte. Ganz schön frisch hier draußen dachte ich mir bevor meine Gedanken das eben geschehene revue passieren ließen. Ich nippte am Wein... Was hatte ich nur getan?
 
Letzte Änderung: 2018/04/16 21:15 von Eberwein von Kuckuckstein.
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Wilhelm von Wolfkrone

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Re:Das Leben im Reich / Das Fest in Cham      16.04.2018 23:02:09 --- 3 Monate her  
"Ich kann euch einige Gerüchte und Geschichten erzählen. Mir macht es Nichts aus diese weiterzuerzählen. Ich befürchte nur, dass man mit den Gerüchten beihnahe schon ein Buch füllen könnte!", dann hörte er Eliskas Worten genau zu.
"Oh, das tut mir leid! Ich wollte euch nicht in Unbehaugen bringen", Wilhelm war sich nicht ganz sicher wie er nun reagieren sollte oder was er sagen sollte. Zum Glück kippte die Stimmung wieder, als er einen absichtlichen Fehltritt machte.
"Nun denn! Dann bitte ich euch um einen Kampf mit mir morgen Nachmittag!", entgegnete er ihr grinsend zurück.

Wilhelm wurde auch auf die Worte des Königs aufmerksam und sah kurz rüber. "Also schön. Sehen wir mal nach, was da los ist!", als sie sich der Szenerie näherten, konnten sie zumindest noch einen Teil des Aufruhs mitbekommen.
Offenbar ging es um die Ehre einer jungen Frau und der König hielt bereits eine Standpauke an einen anderen jungen Mann. War das nicht jemand aus Meißen? Wilhelm hätte schwören können, dass er das Gesicht schonmal in einer Schlacht gesehen hat.
"Und ich wette irgendjemand wird wieder das Gerücht verbreiten, dass die Wolfkrone daran schuld sind!", flüsterte Wilhelm nur leise. Er blickte kurz zu Mathilda rüber. Diese stand immernoch dort wo sie sich vorhin hingestellt hatte, aber hatte inzwischen Pergament in der hand und schien irgendwas zu schreiben.
Aber das war jetzt nicht so wichtig. Der junge Mann wurde bereits für seine Schandtat, er hatte scheinbar den König zu sich gerufen um seiner Tanzpartnerin einen Tanz mit eben jenen zu sichern wie er es noch am Rande mitbekam, getadelt.
Die Situation schien sich langsam wieder zu beruhigen, nachdem der König die Lage geklärt hatte.

"Die Eheschließung in der Wolfkrone-Dynastie ist eigentlich kein Hexenwerk!", meinte Wilhelm als sich die beiden von der schwindenen Szenerie abwanden.
"'Man kann ein Pferd zur Tränke führen, aber man kann es nicht dazu zwingen daraus zu trinken!' um es mit einem Sprichwort vereinfacht auszudrücken.
Arrangierte Ehen sind sehr selten bei uns. Die meisten Mitglieder dieser Familie haben es vorgezogen ihren Partner vorher zu kennen und sich mit diesen 'verbunden' fühlen."
, Wilhelm überlegte kurz ob er noch was vergessen hatte.
"Man verzichtet natürlich dafür auf gewisse Macht- und Einflusserweiterungen, wenn man sich immer stur gegen arrangierte Hochzeiten wehrt, aber das ist ein fairer Preis für Freiheit!", gab er noch lächelnd von sich.
"Wenn wir aber weiter über Gerüchte und Geschichten reden wollen, sollten wir uns dabei vielleicht setzen."
 
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