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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln) (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)
 
Daracha

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Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      02.07.2018 13:00:51 --- 2 Monate, 3 Wochen her  
Da stand sie. Blickte mit Wehmut auf das Meer, über welches sie herkam. Nun galt es nach vorn zu blicken. Es gab eine Aufgabe und als ihre Mutter ihre Bestimmung erfüllte, hielt sie nichts mehr in ihrer ursprünglichen Heimat. Die schroffen Felsen der Highlands waren bis dato ihre Heimat gewesen und doch musste sie wissen, woher die anderen Teile ihrer Ahnen kamen. Woher...sie kam. Sie sprach nur wenige Worte in den fremden Zungen, gerade soviel, dass sie sich etwas Essen kaufen und ihren Vater suchen konnte, zu mehr brachte sie es nicht, doch sie war neugierig genug, alles zu lernen. Wollte sich dieser Reise stellen und nun, nach Wochen war sie dort, wo sie vermutlich hingehörte. Ihr Vater sollte, laut der Ältesten im Dorf, ein Fischer gewesen sein, ehe...er in ihr Land kam und ihrer Mutter dieses Kind, sie selbst, pflanzte. nicht in einem gewaltvollen Akt, das hatte Deirdre immer betont. das war ihr wichtig, dass ihre Tochter in einem Akt der puren Liebe entstanden war und nicht, wie anderen Frauen in anderen Orten geschehen war, in einer Vergewaltigung durch die Kriegsherren. Ob dies der Wahrheit entsprang, konnte Daracha nicht sagen, immerhin war ihre Mutter zu stolz und so galt es auch hier eine Antwort zu finden, wenn ihr Vater noch lebte. Vielleicht war das leben in diesem sonnigen Land einfacher und nicht so entbehrungsreich, dass er es geschafft hatte, von Krankheiten verschont zu bleiben. Doch die Gewissheit hätte sie erst, wenn sie ihn oder einen Angehörigen seines Clans gefunden hätte. Hießen die Familien hier auch so? Ihr Blick huschte über den Strand hin zu einer kleinen Siedlung. Netze spannten sich an dem Naturhafen und Daracha ging die wenigen Schritte auf einen der Männer zu, lächelte ein offenes Lächeln und betrachtete ihn neugierig, als er dann seine Arbeit einstellte. "Latha math, tha mi a 'sireadh m' athair (guten Tag, ich bin auf der Suche nach meinem Vater)" kam es in freundlichem Ton und am Gesicht erkannte sie schnell, dass der kein Wort verstanden hatte. Sie hob den Zeigefinger, als Zeichen, dass er einen Moment Geduld haben solle und kramte in den Worten, die irgendwo in ihrem Kopf versteckt waren. Langsam kamen die Worte nun über die Lippen, ob die Aussprache richtig war wusste sie nicht, versuchte es dennoch. "buona giornata - io - ricerca - padre (guten tag, ich suche vater)" gebrochen waren die Worte und der Mann überlegte kurz, ehe sich seine Miene erhellte und sie an die Hand nehmen wollte, doch diese zog die junge Frau weg, verstört schaute sie ihn an. "Ti porterò dal padre. (ich bringe dich zum Vater)" also ließ sich der Rotschopf an die Hand nehmen und folgte dem Mann, der sie zu einem Gotteshaus brachte, was dem jungen Weib nun komisch vorkam. Ob ihr Vater sich zum Gebet zurückgezogen hatte? Oder schlimmer, ob er dort bestattet war? Ihr kam nicht in den Sinn, dass manche ihren heiligen Vater einfach nur Vater nannten und so musste sie sich überraschen lassen, was sie nun hier erwarten würde.


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Daracha

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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      03.07.2018 16:21:45 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Das Herz schlug wild. Nun würde sie ihren Vater treffen, so hoffte sie und doch war da der Zweifel, der unaufhörlich flüsterte, dass sie umsonst hergekommen sei. Nichts würde sie hier finden, ein paar ausgebleichte Knochen in einer Gruft, wenn überhaupt. Verscharrt in der Erde, wie es die Christen mit den Ihren taten. Erdfaul wäre er. ganz sicher und weil ihre Mutter nicht mehr war und ihr Vater schon gar nicht, wäre sie eine Waise und dann würde sich irgendwer um sie kümmern. Niemand verstand ihre Worte und sie wäre dem Willen und der Freundlichkeit der Menschen ausgeliefert, die hier das Sagen hatten. Die Hoffnung hingegen glimmte schwach und sie war sich sicher, dass es einen Weg geben würde, selbst wenn ihr Vater verstorben war. Vielleicht hatte er in diesen Landen eine Familie gehabt, bei der er nach der Zeit mit ihrer Mutter lebte, mit der er das Leben führte, dass ihre Mutter sich erhofft hatte. Sie traten in die Kirche eine angenehm kühle Luft empfing sie und plötzlich kam die Ehrfurcht. Mit großen Augen schaute sie sich um, betrachtete den Mann, der sie hergebracht hatte, der sie freundlich anlächelte. "An seo m 'athair a' fuireach? (Hier lebt mein Vater? )" kam es leise und doch hallten die Worte so geflüstert sie auch von ihr kamen, durch die Halle und der Mann lächelte nur, nickte und schürte damit die Hoffnung der jungen Frau. "Padre, sì padre (Vater, ja Vater)" hörte sie und ihr Herz zersprang beinahe vor Freude und als sie hinten im Raum eine Tür hörte, die sich öffnete, knarrend, blickte sie gespannt dort hin. Ein alter Mann, mit einem kirchlichen Gewand trat zu ihnen und die beiden Männer wechselten hastige Worte. Dann schaute der Alte sie an und hielt ihr die Hand hin. Daracha verstand nicht was er von ihr wollte und legte den Kopf zur Seite. Der Fischer hingegen strahlte und deutete auf den Mann. "Quello è il padre ... (Das ist der Vater ...)" und nickte freudig. Daracha begriff das Ausmaß der Worte und schüttelte den Kopf. "Chan e mo athair a tha seo! (Das ist nicht mein Vater!)" kam es ernst und die drei schauten einander an, nicht wissend, was sie voneinander halten sollten. Das Weib deutet auf den alten Mann, dessen Haare nurmehr aus einem weißen Haarkranz bestand und von dem sie nicht glauben konnte, dass er...oder ihre Mutter... "non padre. non mio padre (Nicht Vater. Nicht mein Vater.)" kam es tonlos und der Alte kniff die Augen zusammen, als ihm eine Idee kam. Er tuschelte mit den Fischer, der sich vor die Stirn schlug und raus rannte. Der Priester hingegen wies dem Mädchen einen Platz zu, dass sie dort sitzen sollte, was er mit leichtem Druck gegen die Schultern dann auch tatsächlich verständlich machte.
So saß sie nun da, schwankend zwischen der Hoffnung und der Furcht, all ihre Götter anflehend, dass es jemanden gab, der ihr helfen konnte, der ihr helfen konnte auch die Worte zu verstehen.


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      03.07.2018 18:15:10 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Konzentriert, wie ein Feinschmied bei der Gravierung eines Ringes, versuchte Paisano die feinen Linien auf das raue Material zu bringen. Wenn man ganz genau hinhörte, konnte man das leise kratzen und rascheln vernehmen, als die Spitze der Feder über das raue Material wanderte. Er war immer so genau und hasste es, wenn es eine Abweichung von seiner Kunst gab. Mit einer eleganten Bewegung tauchte er erneut den Federkiel in das kleine Tintenfässchen und setzte erneut an. Nun aber vorsichtig. Nicht ablenken lassen. Nichts ist wichtiger, als diese Abschrift so fein und säuberlich zu kopieren, dass man es noch nach Hundert Jahren lesen könnte.
Doch die Ruhe, die Konzentration war entschwunden, verjagt, verbannt, als jemand die Tür zu seinem Zimmer aufriss und irgendwas polterte und krachte. Paisano erschrak heftig, rutschte ab und versaute mit nur einem langen Strich die ganze Kopie.
Oh, porca miseria!“, fluchte Paisano nur, richtete sich hastig auf und warf die Arme aufgeregt in die Luft. „Hat man dir heute in den Gerstenbrei geschissen oder warum stürmst du so in meine Räumlichkeiten?“, der Schreiber war außer sich vor Wut. Der Mann, der vor ihm stand, begriff erst jetzt, als sich die Aufregung etwas gelegt hatte, dass er Mist gebaut hatte.
Verzeiht mir, ich wusste nicht...
Richtig, du wusstest nichts. Du weißt gar nichts!“, wütend stemmte Paisano die Hände in die Hüften und schüttelte nur den Kopf. „Porca puttana!, kam es noch einmal leise fluchend über seine Lippen. Als er merkte, dass der Kerl noch immer dort stand, sah er über seine Schulter. Tatsächlich griff der Mann vorsichtig nach dem Hocker, den er beim Aufstoßen der Tür beiseite gewuchtet hatte, und stellte diesen wieder richtig hin.
Was ist denn? Du stehst ja noch immer da!“, der ärmste zuckte unter den Worten des Schreibers immer wieder zusammen, wie ein Welpe, der schimpfe bekam.
Da...“, er stotterte leicht, „Da ist....
Rede endlich in einem Satz!“, donnerte es von Paisano und wieder zuckte der Mann zusammen.
Da ist eine Frau in der Kirche“, Paisano blickte ihn ausdruckslos an. Er zuckte mit den Schultern.„Und? Was ist daran so besonders?“.
Sie ist nicht von hier...sie spricht kaum unsere Sprache...sehr gebrochen. Ihre dagegen ist jedoch...eigenartig. Sie sucht ihren Vater...scheinbar...irgendwie“, der Mann starrte Paisano an und schluckte dann, „Ihr....ihr seid doch Sprachkundler
Paisano wurde endlich ruhiger. Nun war es Verwunderung, die sich in ihm breitmachte. Eine Frau, die eine andere Sprache sprach und ihren Vater suchte. Nicht ungewöhnlich. In Genua kamen viele Handelsschiffe an und damit gab es auch viele Leute, die eine andere Muttersprache sprachen. Araber, Spanier, Griechen und selten verirrten sich auch Nordmänner hierher und verkauften Felle und Bernstein. Doch das Interessante war, dass sie ihren Vater suchte. Allein das machte den Schreiber wirklich neugierig.
Das bin ich“, sagte er ruhig. Er wandte sich um und nahm seinen Umhang. Elegant legte er sich diesen um die Schulter und trat auf den Mann zu, der extrem nach Fisch stank. Paisano rümpfte leicht die Nase. „Führt mich zu ihr. Und bitte...rasch“, der Fischer nickte nur und lächelte. Ein Lächeln, welches sich Paisano lieber gespart hätte. Nun galt es, die Frau zu treffen und herauszufinden, woher sie kam.

Als sie bei der Kirche ankamen, öffnete der Fischer die Türen zur Kirche und trat zusammen mit dem Schreiber ein. Als der Priester ihn sah, stand er auf. Er hatte der Frau bereits einen Becher Wasser und etwas Brot gegeben.
Endlich seid ihr da“, sagte der Glaubensmann und Paisano nickte ihm zu. „Ich grüße euch, Padre“, kam es demütig und seine Aufmerksamkeit richtete sich der Fremden zu. Und in der Tat, alles an ihr war Fremd. Ihr rotes Haar, die Form ihres Gesichtes, die hohen Wangenknochen, ihre Augen. Selbst die Art, wie sie einen anblickte, war faszinierend und befremdlich.
Wie nennt man euch?“, fragte Paisano auf Französisch. Auf einen eher nördlicheren Akzent, den man nur in der Normandie sprach und auch in der Bretagne kannte. Doch sie reagierte nicht, sondern sah ihn nur voller Verwirrung an. Kurz überlegte Paisano. „Könnt ihr mich verstehen?“, fragte er nun auf walisisch. Es gab einige Sprachen, die er sprechen konnte. Natürlich gehörte auch die Pflege dieser Sprachen dazu. Und seit seiner Ausbildung hatte er nicht mehr die Sprache der Waliser genutzt, gab es nie einen Anlass dazu. Ob das Ganze zu irgendetwas führen würde?


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      04.07.2018 09:59:25 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
"Rwy'n eich deall chi (Ich verstehe dich)" kam es leise zurück, als der Fremde nun in der Sprache der Händler mit ihr sprach. Sie reiste viel mit ihrer Mutter, die ihre Tuchwaren feilbot und Wert darauf legte, dass ihre Tochter die Sprachen kennenlernte. man wusste ja nie, in welche Familie man heiraten würde, zumal man ja auch noch von dem König abhängig war, der dies zu gestatten hatte. Doch dazu war es nie gekommen, war ihre Mutter vorher verstorben. Der Blick huschte nun zu dem Mann, der eine der Sprachen ihrer Heimat beherrschte, oder zumindest einige Worte. "Rwy'n Daracha ac rwy'n dod o Wlad yr Alban (Ich bin Daracha und komme aus den schottischen Landen)" kam es einem Wortschwall gleich, nicht wissend, ob er all dies verstehen würde. Doch jemanden zu haben, der sie auch nur ansatzweise verstand, das tat gut, denn dei Sprache die man hier sprach kam ihr nur mühsam über die Lippen. Vertrauensvoll und zuversichtlich schaute sie ihn an. Ohne eine Vorstellung seinerseits abzuwarten sprach sie weiter, ob dies nun unhöflich war, war ihr einerlei. Sie hatte ein Anliegen und das wollte sie vortragen und so brach der wilde Gebirgsfluss an Worten aus ihr heraus. Sie sprach weiterhin Walisisch, denn das sprach der Mann vermutlich, oder sollte sie in ihrer Sprache sprechen? "Rwy'n edrych am fy nhad. Bu farw fy mam ac ef yw'r aelod olaf sydd gennyf ac yr hoffwn ddod i adnabod fy ngwreiddiau, felly daeth i yma i ... cwrdd ag ef. Rwy'n gobeithio ei fod yn dal yn fyw. Allwch chi fynd â mi i'r dyn a oedd unwaith yn fy mamwlad ac yn caru fy mam? (Ich suche meinen Vater. Meine Mutter starb und er ist der letzte Angehörige den ich habe und ich würde gern meine Wurzeln kennenlernen, also bin ich hergereist, um...ihn zu treffen. ich hoffe er lebt noch. Könnt ihr mich zu dem Mann bringen, der einst in meiner Heimat war und meine Mutter liebte?)" Sie kannte keinen Namen, den hatte ihre Mutter nie genannt. Sie nannte ihn immer nur Mo leannan (mein Geliebter) und der Blick war dann immer so verändert, so friedlich, liebevoll und ein wenig entrückt. Ein zaghaftes Lächeln lag nun auf den Lippen der jungen Frau, die so voller Hoffnung nun zu dem Gelehrten schaute. er war der Schlüssel zu ihrer Zukunft, vielleicht würde er ihr auch die hiesige Sprache beibringen können und sie würde dann im Gegenzug ihre Worte preisgeben, oder ihm auf andere Art helfen. Sie hoffte, dass sich die Küche nicht sonderlich unterschied. Dann könnte sie als Magd sicher dienlich sein. Wenn er ihr nur helfen konnte.


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      05.07.2018 17:45:23 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Sie sprach in einem wilden Fluss und Paisano hatte Mühe, ihr zu folgen. Als ihre Worte endlich ein Ende fanden, atmete der Schreiber tief durch und sortierte noch alles. „Verzeiht, es ist nicht leicht euch zu folgen. Ich habe lange nicht mehr...“, er sprach seinen Satz jedoch nicht ganz zu Ende. Stattdessen lächelte er nur milde.
Vielleicht kann ich euch helfen. Doch das kann ich nur in den Büchern nachsehen...und ob wir Glück haben...“, seine Miene ließ darauf schließen, dass er keine große Hoffnung hatte, irgendetwas Brauchbares zu finden. Wie auch immer ihr Vater in ihre Heimat gekommen war. Vielleicht gab es einen Vermerk über einen Händler oder eifrigen Kapitän. Zumindest über jenen Kapitän, der diese lange Reise auf sich genommen hatte. So könnte man Näheres herausfinden. Aber die Erfolgschancen, irgendetwas zu finden waren so gering, dass es einfacher war, den Heiligen Gral zu finden.
Er hielt ihr seine Hand hin und bedeutete ihr, ihm zu folgen. „Erstmal nehme ich euch mit zum Archiv. Ich kann dort auf sämtliche Bücher zugreifen“, er lächelte wieder. Vielleicht würde der Archivar ihm helfen oder einer der Schreiber dort. Aber für die Nacht müsse er sich auch um einen Schlafplatz kümmern. Schließlich würde diese Suche Zeit brauchen. Mit nach Hause konnte er sie nicht nehmen. Seine Frau würde wieder mit Bechern und anderen Dingen um sich werfen. Er musste sich bald was einfallen lassen.
Kommt ihr?


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      06.07.2018 09:00:05 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Einem wilden Wasserfall gleich sprach die junge Frau, war so erleichtert, dass es wen gab, der sie annähernd verstand und vergaß darüber, dass er vielleicht nicht jedes Wort verstand. Verlegen blickte sie drein, als er genau das dann ansprach und sie murmelte "esgus (Entschuldigung)" Sie hätte es besser wissen könne, es besser wissen müssen. Auf ihrer Reise hierher, waren die wenigsten in der Lage ein einfaches Schottisch zu verstehen, ihre gebrochenen italienischen Worte lieferten dann die Verwirrung pur und als sie endlich an Land getreten war, machte ihre Unkenntnis der Sprache es ihr nur weiter schwer. Sie konnte nach ihrem Vater fragen, konnte Bitte und Danke sagen, und noch ein paar gängige Redensarten, die jedoch nur, weil ihre Mutter ihr die beibrachte, aber im Laufe der Jahre waren sie verschütt gegangen. Nur langsam aktivierte die Erinnerung die Worte tief in ihrem Kopf und so war ihre Freude, dass sie zumindest eine Sprache der Heimat hier vorfand.

"Llyfrau? (Bücher?)" kam es nun ehrfürchtig von ihr. Gut, in diesen Gefilden schienen sie etwas normales zu sein, hatte sie in der Kirche selbst vorn dieses große Bucht gesehen, angefüllt mit Bilder und schnörkeliger Schrift. Bei ihr in der Heimat waren Bücher selten und kostbar. Dass es hier Bücher gab, in denen scheinbar Daten eingetragen waren, versetzte sie in Staunen und auf sein "Kommt ihr?" nickte sie nur unauffällig.
Langsam sprach sie, dass er eine Möglichkeit hatte ihren Gedanken zu folgen "Yn y llyfrau yw fy nhad? Allwch chi weld a yw'n byw? Pwy yw ef? (In den Büchern steht mein Vater? Könnt ihr sehen, ob er lebt? Wer er ist)" Damit waren irhe Fragen erst einmal gestellt und sie würde ihm folgen, machte sie sich keine Gedanken um einen Schlafplatz, hatte sie bisher entweder unter freiem Himmel geschlafen oder an Deck des Bootes, mit dem sie herkam. Die Händler hatten ihr eine Hängematte gegeben und damit war das Thema durch, dass sie hier Leute in Schwierigkeiten bringen konnte, ahnte sie nicht.


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      07.07.2018 12:47:11 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen, nur mit einem milden Lächeln hielt er ihr weiter die Hand hin. Schließlich nahm sie die Hilfe an und gemeinsam verließen sie die Kirche. Dieser Ort hier lag außerhalb der Stadt. Nun hieß es für sie, diese zu betreten und das würde auch ganz neue Eindrücke mit sich bringen. Er wusste nicht, ob sie schon in solch großen Städten war. Hier standen die Häuser eng an eng. Hohe Türme ragten gen Himmel, Gassen gab es reichlich und es waren viele Menschen auf den Straßen unterwegs. An vielen Ecken hatten sich hiesige Kleinhändler niedergelassen und schossen mit ihren Ständen wie Pilze aus dem Boden.
Doch der Markt war es, der ihr wahrscheinlich einen Kulturschock bereiten würde. Hier trafen Menschen aus vielen Herrenländern aufeinander. Hier wurden viele Waren Angeboten. Perlen, feine Stoffe, seltsame Tiere und Geschmeide aus fernen Ländern. Es war laut hier, fast schon ohrenbetäubend. Die Leute gingen ihrem Tagwerk nach, ergaben sich der Erhabenheit der Stadt und gaben ihr eine Stimme und Farbe. Es wurde gefeilscht, verkauft und die neusten Gerüchte aufgetischt. Handwerker stranden auf einem breiten Holzgerüst, welches durch Seile gehalten wurde. Mit Mörtel dichtete sie einige brüchige Stellen an einer Hauswand wieder ab. Einer von ihnen sang ein fröhliches Lied, während die Sonne unaufhörlich auf ihre nackten Oberkörper schien. Ob es das auch in ihrer Heimat gab? Viele verschiedene Gerüche drangen in die Nase. Der Geruch von Fisch, kaltem Schweiß und frischem Fleisch rührte sich mit allerlei wohltuenden Düften zusammen, wie Lavendel, Nelken und Thymian. Wer nicht aufpassen konnte, dessen Sinne würden bei all diesen Eindrücken verrückt spielen.

Paisano drückte sie ein wenig beiseite, als eine Stadtadelige, die in einer Sänfte lag, an ihnen vorbeigetragen wurde. Sie war umringt von ihren Leibwächtern und Dienern und Paisano verbeugte sich knapp, als die Frau ihn erkannte. Eine aus dem Hause Spinola. Arrogant und umso wohlhabender.
Komm, wir müssen weiter“, sagte er nur. Doch sie blieb stehen. Die Augen wanderten. Hunderte von Eindrücken prasselten auf ihr nieder, wie ein Platzregen in den Highlands. Diese Welt war ein verrückter Ort. Doch Genua hatte seine Pracht wiedererlangt. Das Leben, der Handel, die Kulturen hatten ihren Weg zurückgefunden.
Kommt, wir können uns später noch alles ansehen“, er nahm dabei ihre Hand und sanft zog er sie weiter. Das Archiv war noch ein ganzes Stück weiter.

Nachdem sie den Wirrwarr des Marktes hinter sich gelassen hatten, traten sie in den Hof ein. Es war ein großes Gebäude und stets erblickte man irgendwo einen Beamten. Wachen patrouillierten hier und auf dem Dach selbst waren ebenfalls Wachen. Nicht weit vom Archiv lag der Palast des Dogen.
Paisano stieg bereits die Treppen hinauf, als er plötzlich stehen blieb. „Wenn wir dieses Gebäude betreten, solltet ihr Wissen, das ihr still sein solltet. Kein Quasseln! Viele Leute hier fertigen neue Schriften an. Und das braucht Ruhe“, mit einem Nicken bedeutete er ihr, das Gebäude mit ihm zu betreten.
Leise quietschte die Tür, als er sie langsam öffnete. Ein vorsichtiger Blick ins innere Offenbarte ihm, dass niemand in der Nähe war, den man hätte stören können. Nun hieß es die Bücher zu finden, die vielleicht irgendeinen Aufschluss darüber geben würden, wer ihr Vater war oder ist. Wenn es überhaupt eine Abschrift davon gab. „Komm, hier entlang“, auf leisen Sohlen lief er durch den großen Raum, bis er bei einem riesigen Regal ankam, auf dessen Borte Hunderte Bücher aufgereiht waren. Mit aufmerksamen Blicken begann er, nach den Abschriften zu suchen, als ihm etwas bewusst wurde, was er noch nicht erfragt hatte. „Wie alt seid ihr? Wie viele Sommer? Es erleichtert meine Suche


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      09.07.2018 12:33:02 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Mit eiligen Schritten lenkte der Mann die junge Frau an dem Marktplatz vorbei, von dem sie nur einen Bruchteil erfassen konnte. So viele Gerüche. Stimmengewirr, da war ja mehr los als auf dem Markt der Mac Coinnich. Sie war erleichtert, dass er ihr diesen Tumult ersparte und sie antrieb weiter mit ihm zu kommen. In dieses Getümmel würde sie sich nie stürzen, denn sie hing an ihrem jungen Leben und auf solchen Märkten wusste man nie, wie einem geschah. Sie sah Waschweiber, die beisammen standen und den neusten Klatsch verbreiteten, daran hielt sie sich die Frau schon gar nicht auf, zumal sie eh nicht gewusst hätte um wen es sich handelte, geschweige denn die Sprache gut genug beherrschte.
Der Mann verbeugte sich vor einer üppigen Frau, die in einer Sänfte getragen wurde und Daracha dachte nur darüber nach, wie viel schmaler das herrisch dreinblickende Weib wohl wäre, wenn sie selbst liefe, statt sich Trauben essend durch die Stadt tragen zu lassen. Seltsame Sitten. Sie würde den Gelehrten danach noch fragen, doch der eilte bereits weiter und unterweis sie zwischen Tür uns Angel immer mal wieder, dass sie sich beeilen sollten und über die Verhaltensregeln innerhalb des Archivs, als sie es erreichten. Sie legte den Zeigefinger an ihre Lippen und nickte. Schweigen. Das konnte sie.

"Rwyf bellach yn 17 haf ar yr ynys. Cefais fy ngeni yn y gwanwyn (Ich bin nun 17 Sommer auf der Insel. Ich kam im Frühjahr zur Welt)" kam es leise von der Rothaarigen und sie wusste nicht, was die Anzahl ihrer Sommer, über ihren Vater verrieten, oder brauchte der Mann.... Aber natürlich. Er würde zurückrechnen, denn was nutzen ihm Informationen über Reisende von vor 10 Jahren, wenn sie selbst schon älter war. Manchmal dauerte es einen Moment, bis sie sich darüber klar wurde, dass einige Informationen über sie und ihre Vergangenheit wichtig waren, um zu einem Schluss zu kommen. Ein entschuldigendes Lächeln erschien und sie schwieg erneut.


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      11.07.2018 17:55:05 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Paisano nickte nur, als sie ihm verriet, wie alt sie war. Mit seinem Finger ging er die Reihe entlang, suchte das passende Jahr heraus. Das Jahr vor ihrer Geburt. Wie mit einem gezielten Pfeil fand er ein dickes, in Leder gehülltes Buch und zog es aus dem Regal. Die Oberseite war staubig und die Seiten hatten schon bessere Tage gesehen. Zumindest konnte er hier nach etwas suchen, was vielleicht Aufschluss gab. Sie kam von der Insel der Briten. Nicht viele Händler suchten dort ihr Glück, gab es doch mehr Kostbarkeiten im Süden oder Osten.
Mit dem Buch in der rechten setzte er sich zu ihr an den Tisch und begann, die Seiten aufzuschlagen. Eine Sisyphusarbeit, ohne Zweifel. Aber irgendwie hatte er Mitleid mit ihr und wollte es zumindest versuchen. Die nächste Seite. Lauter Namen von Schiffen. Und lauter Namen von Kapitänen. Nicht bei jedem wurde verzeichnet, wohin er fuhr. Manche Worte waren schon ein wenig verwischt.
Paisano atmete tief durch und seufzte. „Das könnte ewig dauern“, sagte er auf seiner Muttersprache. Dann sah er zu ihr auf. Mit einem milden Lächeln versuchte er ihr Ruhe zu geben. Aber wenn sie schlau genug war, dann würde sie wahrscheinlich merken, dass es nicht einfach wäre, etwas Brauchbares zu finden.
Nun, wie soll ich anfangen?“, fragte er, fast schon zu sich selbst. Er schlug die nächste Seite auf und warf einen Blick in die Liste jener, die auf Fahrt gingen. Sanft pustete er aus und schüttelte den Kopf. Gerade, als er die nächste Seite aufschlagen wollte, öffnete jemand die Tür zum Archiv. Gleichzeitig sahen die beiden auf. Ein Mann in feinen Gewändern trat herein. Bei ihm war ein junger Beamter, bewaffnet mit einer kleinen Tafel. Paisano runzelte die Stirn und stand sofort auf.
Adelmo!“, kam es überrascht von dem Schreiber. „Paisano!“, kam es dann von diesen Adelmo, der jedoch nicht sonderlich gut gelaunt aussah.
Was verschafft mir die Ehre?“, fragte Paisano. Adelmo stemmte die Hände in die Hüften, wie ein wütendes Waschweib, was jeden Augenblick losdonnern würde. „Deine Arbeit! Wo sind die Dokumente, nach denen der Doge verlangt hat?
Paisano schlug sich an den Kopf. „Ich...verzeiht. Ich habe...
Adelmos Augen wanderten zu der Unbekannten. Neugierig aber auch misstrauisch war sein Blick.
Wer ist das? Warum hast du eine Frau ins Archiv gebracht?“.
Paisano sah hin und her und er war deutlich nervös.
Ich wollte dieser Fremden helfen. Ihr wisst ich...“.
Adelmo hob die Hand. „Lass es! Deine dummen Erklärungen habe ich langsam satt. Du weißt, dass mir Herr Santoro den Kopf abreißen wird, wenn er erfährt, dass die Kopien noch nicht angefertigt sind!“, Paisano versuchte die Situation zu retten. Er faltete die Hände zusammen, als würde er beten.
Bitte Adelmo, ich werde mich sofort darum kümmern. Ich war abgelenkt
Noch einmal warf Adelmo der Fremden einen Blick entgegen. Dann wandte er sich wieder Paisano zu.
Morgen früh! Und wehe, wenn nicht!“, er wandte sich dann ab zum gehen. „Und achte, dass deine Gemahlin hiervon nichts erfährt“, mit einem Kopfnicken in ihre Richtung gab er zu verstehen, was er meinte. Zusammen mit dem jungen Beamten trat er wieder hinaus und schlossen die Tür hinter sich. Paisano ließ die Schultern hängen und mit Zeigefinger und Daumen rieb er sich die Augen. Er dachte scheinbar nach. „Das hat mir wirklich noch gefehlt“.
Er schloss das Buch, welches er eben erst aus dem Regal gezogen hatte. „Ich muss erst meine Arbeit vollrichten, ehe ich mich darum kümmern kann“, mit den Fingern tippte er auf das Buch.
Bitte vergebe mir. Doch ich habe Pflichten. Sonst sieht es nicht gut für meine Zukunft aus...schätze ich“, er atmete wieder tief durch. „Ich bringe dich nun zu einem Ort, wo du schlafen kannst. Dort hole ich dich morgen früh ab. Und dann suchen wir, ja?“.
Es gab noch jemanden, der ihm ein Gefallen schuldete. Sie könnte diese eine Nacht in den Räumlichkeiten der Bediensteten nächtigen. Man würde ihre Anwesenheit am Hofe des Dogen nicht bemerken. Und Morgen wäre sie wieder fort. Dann würde er einen anderen, besseren Platz für sie finden, bis man ihren Vater findet.


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Re:Chun na freumhaichean (Zu den Wurzeln)      12.07.2018 12:25:49 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Sie schwieg.Spürte an der Haltung des Mannes, dass es sich als schwieriger entpuppte, als angenommen und doch versuchte er mit seinen milden Lächeln Mut zu verbreiten. Ruhe zu spenden. Ihr blieb nichts übrig, als zu warten, konnte sie die Worte in den Büchern nicht lesen. Nicht, weil es die fremde Sprache war, vielmehr, weil ihr diese Kunst nicht beigebracht wurde. Vielleicht war es ihrer Mutter deshalb so wichtig, dass sie die anderen Sprachen lernte, dass sie sich zumindest mitteilen konnte. Sie bewunderte den Gelehrten, dass er diese Zeichen in den Büchern deuten konnte. Sie saß ruhig da, hatte die Hände in den Schoss gelegt und betrachtete die vollen Regale in denen sich die Schriften sammelten. Der Geruch in diesem Raum war eigensinnig und nach einer Weile spürte sie die Schwere der Lider und gerade als sie wegzudriften drohte, öffnete sich dir Tür. Daracha war erschlagen von den bisherigen Eindrücken. Frauen die in Sänften durch die Stadt getragen werden, fremde Sprachen, der Lärm des Marktes, die Gerüche und nun kam dieser Mann, sprach in der fremden Zunge und betrachtete sie mit einem Blick der gemischt aus Neugier und Mißtrauen auf ihr verharrte.

Unangenehm. Dieser Mann strahlte etwas aus, gegen das sich das Mädchen innerlich wehrte, seine Worte waren so feindselig ausgesprochen und als er dann verschwand, spürte Daracha die Unruhe. Sie wollte nicht, dass der Gelehrte nun Ärger bekam, also fügte sie sich. "Mae'n ddrwg gen i (Es tut mir leid)" kam es leise von ihr und die Gedanken spannten sich in ihrem Kopf, wollten heraus, doch sie würde schweigen, auch wenn ihr Haupt davon zerplatzen würde. Sie war weiter, als sie zu hoffen gewagt hatte und nun kam es auf einen Tag mehr nicht an."Os gallaf helpu, rhaid ichi ddweud hynny (Wenn ich helfen kann, musst du es sagen)" aber ihr war klar, dass sie ihm in dieser Aufgabe keine Hilfe sein würde. Er würde sie zu einem Schlafplatz bringen und sie nickte. "Pryd fyddwch chi yno? (Wann wirst du da sein?)" ein zaghafter Ausspruch, denn sie fürchtete, dass sie in dieser Nacht wohl kein Auge zutun konnte und dann wollte sie ungefähr wissen, wann sie sich bereit halten musste. Sie ahnte ja nicht, an welchen Ort er sie brachte, dass es nur zusätzlichen Ärger bedeuten konnte, wenn sie sich aus dem Raum in die Natur schlich. Sie wollte die Sterne sehen, die sich vermutlich nicht sonderlich von denen unterschieden, die sie aus ihrer Heimat kannte und doch würden sie ihr Sicherheit geben.


Agus aon latha gheibh mi a-mach dè tha anam a strì airson

(Und eines Tages werde ich finden, wonach meine Seele strebt)
 
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