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THEMA: La Familia di Gonzaga
 
Luigi di Gonzaga

Ostmark
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La Familia di Gonzaga      06.12.2017 15:18:58 --- 2 Monate, 3 Wochen her  
Es war eine Schande Viel mehr vermochte Luigi nicht dazu zu sagen. Die Handlanger der Gläubiger hatten allen Besitz der sich uch nur irgendwie zu Geld machen ließ, aus dem Anwesen seiner Familie in mantua geschafft und dort auf offener Straße wurde nun sein und das Leben einer einst so stolzen Familie feilgeboten.

Sein Vater hatte in den letzten Jahrzenten durch vielerlei Fehlinvestitionen dafür gesorgt, dass der Familie nicht ein müdes Stück Silber geblieben war. Dennoch weigerte sich der stolze Graf Alfonso di Gonzaga auch nur im Geringsten seinen Lebenstil anzupassen und schaffte es mit dem Familiennamen allein Kredite anzuhäufen die ihn für weitere Jahre über Wasser hielten. Luigi hatte von all dem nichts mitbekommen. Jung und naiv wie er war glaubte er Gott selbst hätte seiner Familie alles Geld übertragen, um auf ewig ijn Glückseeligkeit und Luxus zu schwelgen. Erst als die ersten Bediensteten das Haus verließen und die ersten Möbel sowie Landstücke verkauft wurden, bemerkte er das etwas im Argen lag.

Als dann seine Mutter und seine beiden Geschwister Maria und sein älterer Bruder Vitorio an einem Fieber starben, weil sich kein Medicus erweichen ließ auf Kredit zu wirken, entschloß er sich seinem Vater unter die Arme zu greifen. Doch was sollte er tun? Er war gerade 15 Jahre alt geworden und konnte bis auf trinken, rumlungern und Ärger aushecken nur noch fechten und reiten. Damit ließe sich kaum Geld machen.
Sein Vater, melankolisch und antriebslos durch den Verlust seiner Frau und seiner Kinder, gab sich mehr und mehr dem Trinken hhin und zechte Tag um Tag, bis er eines Abends in einer Gasse, man vermutete während eines Streits, erstochen und anschließend vor die Rotonda di San Lorenzo geworfen wurde. Letzteres war für Luigi ein Zeichen, dass es ein Glöäubiger sein musste.

Nun stand er da und hoffte, dass bei dem Verkauf des Anwesends und des Familien Hab und Guts genügen rausspringen würde, damit er wenigstens die schäbigen Kleider am Körper behalten durfte, die er im Moment trug.

Der Vogt und ein bediensteter des Palastes schritten alles ab und sprachen mit den vielen Gläubigern um anschließend zu ihm zu treten und mit gekonnter Arroganz berichteten.

Luigi di Gonzaga, die bekannten Schulden eurer Familie sind beglichen. Es steht euch frei zu gehen mit allem übrigen was ihr in dieser Kiste dort seht. Da ihr keine Bleibe und kein Geld besitzt werdet ihr als Herumtreiber der Stadt Mantua verwiesen. Persönlich möchte ich euch sagen, dass es eine Schande ist, den Fall einer so angesehenen Familie wie der euren zusehen zu müssen, jedoch wenn der Winter früh und hart wird werdet ihr den Namen Gonzaga wohl in ein baldiges kaltes Grab führen Junge. Und nun geht.

Das Lächeln hätte er ihm gerne aus dem Gesicht geschnitten. In der Tunika schloss sich sein Griff immer fester um den langen Dolch, den er vor den Gläubigern versteckt hatte, doch hätte ihn das wohl wirklich früh in ein kaltes Grab gebracht. Also nahm er die Kiste und ging zum Friedhof um dort von seiner Familie abschied zu nehmen.
Die Familiengruft war prunkvoll und zeigte den einztigen Stolz der Familie. Engel, Teufel und Dämonen lieferten sich ein Stelldichein an den Säulen und Giebeln während Fresken von Schlachten zeugten in denen sich die Gonzagas hervor taten. Er pflückte einer der Kornblumen die auf der Wiese vor dem Grabmal standen und legte sie auf das Grab seiner kleinen Schwester. Eine Träne rollte ihm über die Wange, doch schnell wurde sie mit einer wütenden Handbewegung weggewischt. Hier vor dem Zeugnis, dass seine Familie aus Kriegern zu reichen Adeligen wurde packte ihn jähe Wut und er schwor sich und den Gebeinen seiner Familie:Was einmal funktioniert hat wird wieder funktionieren. Ich werde mich in den Dienst eines Hauses stellen und aufsteigen. Ich werde den Namen Gonzaga wieder mit Ehre erfüllen und unsere Feinde und all jenen, die uns verachten, in Furcht unseren Namen aussprechen lassen.

So nahm er sein Hab und Gut und machte sich auf den Weg nach Osten, wo er hoffte einen neuen Herrn zu finden und wo er weit genug von der Schande seiner Familie weg war.
 
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Luigi di Gonzaga

Ostmark
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Re:La Familia di Gonzaga      09.12.2017 05:58:29 --- 2 Monate, 2 Wochen her  
Solch ein Leben auf der Straße war härter als sich Luigi gedacht hatte. Schon nach 3 Tagen konnte er dabei zusehen wie seine äußerst edel wirkenden Wildlederstiefel sich aufzulösen schienen. Erst löste sich die Sohle, dann zerfiel auch der Rest des Schuhs und war das erste Opfer der Straße. Jene war nur der traurige Rest einer von den Römern gepflasterten Straße, doch die Vernachlässigung und die Kriege der Vergangenheit sowie unzählige schwere Fuhrwerke ließen sie wie einen Acker nach dem Pflug aussehen, durchsetzt mit Steinen.

Seine Schuhreste an der Verschnürung zusammengebunden und um den Hals tragend, lief Luigi solange bis seine Füße blutig waren. Gut 20 Meilen vor Verona legte der junge Gonzaga daher eine Pause ein und versuchte aus seinen Schuhen eine provisorische Sohle zu binden. Doch sein Talent dafür war eher schlecht. Wenigstens hatte er ein Feuer zum laufen gebracht und ein paar Wachteleier und Spatzen aufgebracht um sich ein karges Mahl zu bereiten. Während das Abendessen über dem Feuer garte sah Luigi einen dunklen Schatten zwischen zwei nahen Bäumen stehen. Keine Bewegung war zu erkennen und die Gestalt schien ihn zu beobachten. Er rieb sich mit einer Hand die schmerzenden Fußsohlen um so davon abzulenken das er seinen Dolch auf seinen Schoß legte. Dann rief er dem Schatten zu.

Ihr dort kommt doch ans Feuer. Damit ich euch sehen kann und ihr euch etwas wärmen könnt. Die Nacht bricht heran und es wird sicher bald kälter.

Natürlich war es in Italien nicht häufig der Fall das es seh kalt wurde doch hier ne der Alpen wurden durch Wind und Wetter kalte Nächte immer erwartet.
Der Schatten schritt langsam auf ihn zu und bevor Luigi etwas genaues erkennen konnte, drehte der Fremde seinen Kopf zum Feuer und verbarg so ein Gesicht im Schatten seiner großen Kapuze.

Moos.
Ein seltsamer Name aber gut ich heiße Luigi.
Ich heiße nicht MOOS. Ihr sollt euch welches unter die Sohlen binden bevor ihr weiter geht das Schützt eure Füße. Wenn ihr ein Schaf habt dann nehmt Wolle.

Während er dies ausführte, nahm der Fremde sich ein Wachtelei und einen der Spatzen und schlang beides herunter.

Dort wo ich aufwuchs stellt man sich vor bevor man das Essen eines anderen isst.
Weiter kauen und mit vollem Mund sprach der Gast ohne weitere Rührung.
Dort wo ich aufwuchs, tötet man denjenigen dessen Essen man verspeisen will.

Ein Moment der Stille und dann brachen beide in Gelächter aus.

Du hast lang auf dich warten lassen mein Freund.
Es war Luigis treuer Freund aus Kindertagen, der ihm stets wie ein Bruder war, der sich genähert hatte. Der Treffpunkt hier vor Verona war der verabredete. Hier fanden die beiden auf einer ihrer vielen Vergnügungsreisen nach Verona eine alte und vertrocknete Zysterne wo sie für diese Nacht unterkommen würden nachdem sie gegessen hatten, um am nächsten Morgen in Verona einige Schulden einzutreiben und auch einige Gefallen.
 
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Re:La Familia di Gonzaga      14.12.2017 02:51:49 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Ah Verona! Eine treffliche Sadt, fand Luigi. Nirgends sonst konnte man so schön Zechen und den leichten Mädchen gewisser Stadtgebiete fröhnen. Naja vielleicht noch in Venedig dort wusste man auch wie man feiert. Gerne hätte Luigi seinen Freund auf das ein oder andere Stelldichein eingeladen,d och erst galt es alte Schulden einzutreiben.

Als erstes war ein Tuchhändleran der Reihe der von seinem Vater einst ein Darlehen erhielt und die ein oder andere Zahlung war bereits überfällig gewesen. Es galt ihn zu finden und zu sehen ob er Geld hatte oder andere Wertsachen die man veräußern konnte, um die Schulden, zusammen mit ein wenig Zins, wie es die Geldverleiher nannten, zurückzufordern. ZUsammen schlichen sie sich, nachdem sie durch einige Händler in Erfahrung gebracht haben wo der gute Vitorio Sanmersa zu finden sei, in sein Lager. Luigi staunte nicht schlecht. Edle Stoffe und kostbres Tuch lagen in Ballen und Kisten fein säuberlich aufgestapelt. Seide, golddurchwirktes Tuchund schwere Wolle zur Herstellung von Wasserfester Kleidung.Auch Pelze und Felle waren hier in Hülle und Fülle. Weiter hinten in Richtung zu den Verkaufsräumen sah Luigi die hauseigene Schneiderei wo Bestellungen hergestellt wurden und die Stoffe auf Länge gebracht wurden.
Auf einem hölzernen Aufsteller sah Luigi eine Baumwollhose mit einer Tunika und darüber ein schwerer Lederwams beschlagen mit Messingknöpfen und -platten.
Der Wams schien wie eine Decke gesteppt worden zu sein und sah trotz des schweren Materials sehr leicht aus. Kurz überlegte er, doch wer schon eingebrochen war der würde auch solch ein edles Geschmeide nicht verschmähen. Schnell waren die Kleider gegriffen, gebunden und auf dem Rücken befestigt, bevor die Erkundung weiter ging.

Als sie die Etage über dem Lager erreichten sah Luigi die Geschäftsbücher und eine Truhe die gut verschlossen war und ihr Gewicht verhiDoch verriet sie auch die Einkünfte die Luigi zu erwarten hatte. Die Kleider würden als Entschuldigung für die unpünktliche und gewissenlose Zahlungsmoral einbehalten werden, dachte Luigi bei sich.

Ein lautes Geräusch sagte den beiden Besuchern, dass sie nicht länger alleine waren. Scheinbar waren de Nachtwächter auf ihrer Route nun hier dabei sich umzusehen. Luigi deute seinem Freund mit einem Nicken zu aus dem Fenster zu klettern. Einen Satz in die dunkle Stadtnacht und schon waren sie auf einer etwas niedrigeren Mauer, um von dort wieder auf die Straße zu gelangen. En kurzer Blick und sie waren sicher, dass sie niemand gesehen hatte.

Am nächsten Morgen

Die Sonne stieg langsam empor und tauchte die Stadt in ein warmes orange und rot. Die Nacht war bitter kalt und so waren Luigi und sein treuer Begleiter froh, dass sie in einer Schenke unterkommen konnten. Sie hatten nichts getrunken, denn für die kommende Verhandlung mussten sie klar und absolut nüchtern sein. Ein kargs Mahl und schon machten sie sich auf den Weg. Der Plan war einfach. Scher hatte der Händler einige Kerle , die sich um seine Sicherheit kümmern würden, daher war eine direkte Konfrontation ausgeschlossen. Sicher mit ein zwei weiteren Männern und entsprechender Bewaffnung hätte Luigi schon bekommen was er wollte, doch mit dem was er hatte, würde es nur mit List gelangen.

In der Schänke hatten sie von einem Priester, der dem Wein weit zugewandter war als es einem Gesitlichen gut zu Gesicht gestanden hätte, das die 14 jährige Tochter des Händlers Unterricht von einer Klosternonne erhielt, da ihr Vater sie in das Tuchgeschäft hatte einführen wollen. Dort würden nun Luigi und ein Kumpane auf die Tochter warten.

Es war keine große Überredung der Nonne nötig. Das schweigsame Auftauchen und der ruhig aber eindringlich gesprochene Befehl die Tochter des Händlers auszuhändigen reichten aus, um die Braut Christis zu überzeugen.

Wenige Stunden später stand Luigi vor dem Lager, in dem er sich letzte Nacht umgesehen hatte. Er holte tief Luft und rief:

Vitorio komm raus und bezahle deine Schuld!

Kurze Zeit später kam ein purpurgesichtiger Mann auf die Straße vor das Lager. Seine Kleidung war reichverziert und sprach Bände.Dies war Vitorio. Ungehalten fuchtelte er mit seinen Händen herum und sprach wenn auch etwas lallend mit kräftiger Stimme.

Einem Bauernbengel wie dir Schulde ich nichts. Also verschwinde bevor ich dir von meinen Männern die Hautabziehen lasse und dich anschließend zum Gerber prügel.

Drei Männer kamen auf Luigi zu, seiner Meinung nach viel zu selbstsicher.

Ich bin Luigi di Gonzaga und als Erbe meines Vaters schuldet ihr mir die letzten drei Raten des Darlehens, das er euch gewährt hat. Hinzukommen noch Säumniszinsen. Ich gebe euch die Chance dies nun zu begleichen.

Vitorio besah Luigi mit einem schätzenden Blick. Sicherlich war ihm die Ausbuchtung in der Kleidung augefallen wo ein Dolch versteckt war. Dann legte sich ein Grinsen auf sein Gesicht.

Ich werde euch nichts zahlen. Was wollt ihr tun? Vor dem Gericht würde es erst nach Monaten zur Verhandlung kommen und bis dahin seid ihr bereits erfroren wenn ich eure Kleidung so betrachte. Auch das ihr uns alle erschlagen werdet und mich zwingt euch zu bezahlen, kann ich mir nicht vorstellen.

Nun war es an Luigi zu grinsen und schon trat die Tochter mit einem Arm von Luigis Begleiter auf den Schultern ins Licht der Straße. Sofort verlor das Gesicht Vitorios seine Farbe und die Panik stieg in ihm auf.

Ihr zahlt jetzt und ich werde davon absehen eure Tochter in drei Stücken zu euch zurückkehren zu lassen.

Ein quiecksendes Wimmern huschte dem Mädchen über die Lippen doch schnell verstummte sie wieder. Der Rest war einfach. Vitorio zahlte den geforderten Betrag Plus Zinsen und eine Strafgebühr von 40% für die Umstände die er der Familie Gonzaga bereitet hatte. Luigi, sein Weggefährte und die Tochter des Händlers gingen bis zur Stadtgrenze wo sie die Tochter mit einem mitgegebenen Pferd zurück schicken würden. So sollte verhindert werden, dass man Luigi das neugewonnene Vermögen wieder abnehmen würde. Am Stadtrand schickte Luigi die Tochter jedoch zu Fuß zurück zu ihrem Vater. Das Pferd sowie eine beachtliche Summe überreichte er Antonio, der sich auf den Weg in den Osten des Reiches machen sollte, dort wollte Luigi neu beginnen. Er selbst og die frisch erworbenen Kleider an und würde seinen Weg zu Fuß weiter fortführen.

Nun ich vermisse die Kleine jetzt schon sagte Antonio.
In der Ostmark wirst du genug Gelegenheit und vor allem Zeit haben dich nach hübschen Mädchen umzuschauen, aber vergiss nicht das ich Land brauche und zwar ertragreiches.

Antonio begleitete Luigi noch einige Meilen und nachdem sie sicher waren nicht verfolgt zu werden trennten sie sich. Luigi hatte einen Plan doch dafür musste er noch einen weiteren Besuch bei einem Schuldner abstatten.
 
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Re:La Familia di Gonzaga      19.12.2017 04:12:14 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Brixen

Der Weg über die Passstraßen war eine Tortur. Der Winter war zwar am Ausklingen, doch war hier, hochoben in den Bayrischen Alpen,das Wetter noch wie im tiefsten Winter. Eis und Schnee machten das Vorankommen zu einer Qual, denn bei jedem Schritt sank Luigi gut einen Fuß tief ein. Die Nacht würde er sein Lebtag nicht vergessen. In einer Kuhle aus Schnee hatte er ein Feuer gemacht und versucht sich zu wärmen, während der Wind über eine kleine Mauer aus festgeklopften Schnee und Eis hinwegfegte.
Er hatte kaum drei Stunden geschlafen und uch nur in wenigen Minutenblöcken. Zu groß war die Angst zu erfrieren und nie wieder zu erwachen, aber auch verlockend. Ein anhaltender eisiger Schlaf und schon wären alle Probleme dahin.
Der nächste Morgen war eine wahre Erlösung gewesen. In der Nacht waren die letzten Wolken davon geweht worden und die Sonne brachte die Lndschaft zum Funkeln. Als würde man in einer riesen Edelsteinschatulle sitzen.

Luigi streckte die kalten Glieder und lies sich von der Sonne aufwärmen bevor er weter zog. Schon kurz nach dem er die Passwege verlassen und auf Reichstsraßen weiter gereist war erreichte er Landshut. Hier würde er das bekommen was er suchte. Die Saat für seine neue Zukunft. Sein Vater hatte immer von Landshut geschwärmt. Besonders der Wein der in einem Ort unweit der Grenze zu den Bergen gereicht wurde, war in seinen Geschichten gepriesen worden.
Eine der ältesten Sorten der bekannten Welt wurde hier angebaut. Ein Traminer der durch den Frost in den Bergen einen süffigen Charakter entwickelt. Diese Pflanze wollte er erwerben und in einem Anbaugebiet der Ostmark kultivieren und verfeinern. Das Silber das er bei sich trug sollte für einige Jungpflanzen ausreichen und würde schon in einem Jahr nach anpflanzung zu dem ersten Ertrag führen, der ihn für den Anfang über Wasser halten würde. In Gedanken am planen merkte Luigi jedoch nicht wie in dem nahliegenden Wäldchen einige Männer auf Höhe mit Luigi aufschlossen und dann folgten.

Als ihr Opfer eine Erhebung erreichte durch die die Straße getrieben wurde standen zwei Männer am Rand der Straße erhöht und erst hier bemerkte Luigi die Männer. Bald darauf standen zwei weitere vor ihm auf der Straße und ein Mann hinter ihm. Sie hatten Messer und einige hatten Beile an ihren Gurten in Schlaufen gehängt.

Um hier weiter zu gehen müsst ihr Wegzoll bezahlen Junge.
Dies sind die Straßen des Königs und ich habe sicher schon mehr dafür gezahlt als ihr Lumpenbande.
Mit langsamen Handbewegung hatte Luigi seine Arme zum Gurt geführt um scheinbar poserisch seine Hose zu halten, doch er hatte sich seinen Dolch abei in den Ärmel der Lederjacke geschoben. Er wusste hier würde es zu einem Kampf kommen.

Ic muss sie überrumpeln und wenn möglich in die Flucht schlagen. flüsterte er zu sich.

Der Mann hinter ihm kam auf das Kopfnicken des Redners näher. Als Luigi sich sicher war das der Mann sein Geldsäckel nehmen wollte hob er die Arme als Zeichen, dass er sich nicht wehren würden. Die Hand des Mannes war kurz davor die Geldkatze zu greifen, als Luigi mit einer gekonten Handbewegung den Dolch aus dem Ärmel schleuderte, mit der Hand auffing und die Klinge, die eine gute Elle lang war, durch den Hals des Mannes bohrte. Noch bevor der Mann viel nahm Luigi mit der anderen Hand das Beil aus der Schlaufe und warf es dem Redner der Gruppe entgegen.

Das Axtblatt fuhr mit einem dumpfen Schlag, gefolgt von einem Knacken, in den Schädel des Mannes. Die übrigen drei waren noch immer benommen und so rannte Luigi auf den Mann neben den zu Boden gegangenen Redner zu, duckte sich unter dem heftigen Schwinger, der seinen Kopf zwar streifte aber sonst keinen Schaden anrichtete, durch und drehte sich um 180° wobei er den Unterbauch des Mannes mit einem kräftigen Hieb des Dolches aufriss. Der Mann fiel fluchend zu Boden und hielt sich die stark blutende Wunde. Nun kam einer der letzten beiden auf Luigi zu. Das Messer bereit zu einem Stoß doch dieser verfing sich in dem schweren Leder seiner Jacke, sodass der Schaden an Luigi Flanke kaum sichtbar sein dürfte. Er nahm den Kopf des Mannes in einen Schwitzkasten und stach vier mal schnell auf dessen Rücken ein. Als er hinterich nun die schweren stapfenden Schritte hinter sich hörte drehte er sich rasch und warf noch in der gleichen Bewgung seinem Angreifer den Dolch entgegen.
Dieser durchstieß das Brustbein des Mannes und schlleuderte ihn einen Schritt nach hinten. Der Mann war schwer verletzt, doch er war noch am Leben. Gerade noch. Als Luigi das eft des Dolches faste um den Dolch aus dem Mann zu ziehen, sah er die Blutbläschen aus dem Mund des Mannes kommen.

Die Bilanz war eine Prellung an den Rippen und eine Menge Blut an seiner Kleidung. Aber auch einige Kupermünzen konnte er einsammeln von den Männern sowie gutes Eisen was er auch noch verkaufen konnte.
 
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Re:La Familia di Gonzaga      12.01.2018 03:39:35 --- 1 Monat, 2 Wochen her  
Landshut

Von Tag zu Tag war ihm dieses Bayisch zuwieder geworden. Er hatte zwar Deutsch gelernt, immerhin wurde nördlich seiner Heimat von potenziellen Kunden, diese "Sprache" gesprochen, doch dieses Sammelsurium von Dialekten und Akzenten war ein Graus.
Immerhin konnte Luigi dank eines freundlichen Mönches mit einem Kahn die Isar entlangfahren um sein Ziel zu erreichen. Drei Tage zuvor hatte er den alten Mann an einem Flußarm angetroffen. Erschöpft und durchnässt stand der Benediktienermönch bis zu den Knien im Wasser und versuchte verzweifelt das teils geflutete Boot aus der Strömung zu zerren. Nur durch das flinke und beherzte Eingreifen des jungen Gonzagas gelang es den beiden Männern endlich das Boot zu sichern, an Land zu ziehen und trocken zu legen.
Luigi entfachte ein Feuer an dem sich der Mönch aufwärmen und seine Kledung trocknen solte. Am Feuer sitzend berichtete der Alte das er sich einem Chorherrenstift anschließen wolle das auf einem ehemaligen Benediktienerkloster sitzt. Er habe sich dem Heiligen Kastulus verschreiben dessen Reliquien nun seit mehr als 200 Jahren dort ihre Ruhestätte hatten.
Im Verlaufe des Gespräche fand Luigi heraus das sie beide das Selbe Ziel hatten und so bot er dem Mönch an die Ruder zu übernehmen und den Mönch sicher an sein Ziel zu bringen.

Nach einigen Tagen erreichten sie endlich ihr Ziel. Auf einer Landzunge die von den Flüsse Isar und Amper ümspült wurde, stand eine der ältesten Siedlungen dieser Gegend. Moosburg war ein lebendiges kleines Fleckchen, wie auch die vielen Rauchsäulen der Koch und Herdfeuer zeigten. Im Hafen angekommen bedankte der Mönch sich bei Luigi für die Unterstützung und die Begleitung auf seiner Reise, indem er Luigi das Boot und die übrigen Proviantkisten überlies. Er selber würde diese Dinge nicht weiter benötigen und so verabschiedete sich Luigi von seinem neuen Freund mit einer herzlichen Umarmung. Luigi würde ihn vermissen, denn sein Italienisch war sehr gut und wohltuend nach Wocen in den Deutschen Landen.

Es vergingen drei vielleicht vier Stunden bis Luigi die Schenke erreichte die er Antonio, seinem Jugendfreund, als Treffpunkt beschrieben hatte. Vor 4 Jahren war Luigi hier mit seinem Vater auf der Durchreise eingekehrt und er hatte gehofft, dass das Wirtshaus noch immer existieren würde.

Luigi hatte ebenfals gehofft das Antonio bereits hier wäre, doch niemand hatte von ihm gehört oder ihn auch nur gesehen. Daher würde sein nächster Termin wohl vor Antonio hier auftauchen und das könnte problematisch werden.
Daher galt es sich vorzubereiten.

Am Abend dann erschien besagter Termin. Ein Mann mit einem zu groß geraten Gugel der einen Teil seines Gesichtes verdeckte, betrat den Schankraum. Ebenso wie zwei großgewachsene dümmlich wirkende Männer, die auffällig versuchten unauffällig zu erscheinen. Die beiden setzten sich an zwei unnterschiedliche Tische links und rechts von Luigis Position, während der erste der eingetreten war direkt auf Luigi zu kam und sich setzte.

Ich grüße euch Gonzaga, wie ich hörte seid ir hier um einen Gefallen zu erbitten.
Sein italienisch war schrecklich. Doch immerhin verständlich.
Erbitten ist wohl das falsche Wort. Ich treibe eure Schuld ein. Mein Vater investierte eine Menge Silber in euch und eure Geschäfte und wie ich sehe und höre seid ihr erfolgreich, daher sollte es ein leichtes sein eure Schulden zu tilgen meint ihr nicht?
Nun ich will nicht so sein. Daher biete ich ech eine Abzahlung der Schuld an. sagen wir eine monatliche Zahlung über 5 Jahre?
Luigi lachte laut auf.
Abgesehen davon das ich eure Abzahlung nie akzeptieren würde, will cih euer Gold nicht.Mir schwebt da etwas ähnlich wertvlles und doch leicht illegales vor.
Nun hatte Luigi die Aufmerksamkeit seines Gegenübers erregt.
Was schwebt euch vor Gonzaga?
Ich möchte Pflanzen von euch haben. Weinpflanzen. Traminer um genau zu sein und ich rede nicht von den kümmerlichen Auswüchsen die ihr für den gepanschten Schankwein anbat und kultiviert habt. ch will die, die unter herzöglichen Wappen geschützt sind. Ihr versteht?
Der Mann schien geschockt und beugte sich zu Luigi um eindringlich auf ihn einzureden.
Seid ihr völlig narrisch Gonzaga. Wenn man uns erwischt werden wir gehängt und auch nur wenn wir Glück haben. Ich zahle euch aus und gut ist. Das mit den Pflanzen vergesst ihr besser.
Mit einem süffisanten Lächeln antwortete Luigi.
Was würde der Vogt wohl tun wenn er erfärt, das ihr Gelder der Kassen veruntreut habt, als ihr noch Marktaufseher wart und euch Geld leihen musstet um die Zahlen wieder aufzuhübschen. Dumm nur das ihr meinem Vater zur Sicherheit hier ein Schriftstück unterzeichnet habt auf dem geschrieben steht was ihr getan habt und wofür ihr euch das Geld geliehen habt. Schade. Wärt ihr damals schon fähig gewesen Italienisch zu sprechen und vor allem zu lesen.

Wut stieg dem Mann ins Gesicht und Luigi bemerkte wie er sich wieder zurücklehnte.
Nun Gonzaga wer sagt denn das diese Schriftstück nach unserem Gespräch noch in eurer Hand ist? Gebt es mir und ihr dürft lebendig gehen.
Meint ihr weil eure beiden Schläger mir das Dokument abnehmen würden. Ich denke die sind anderweitig beschäftigt.
Mit den letzten Worten deutete Luigi mit seinem Kinn auf den Schankraum hinter seinem Gast. Als dieser sich umdrehte blickte er direkt auf einen langen Dolch der gerde aus seiner ledernen Scheide gezogen wurde und den Mann der keine drei Zentimeter vor ihm stand.
Hinter dem Mann lagen die beiden Schläger regungslos da. Einr mit dem Kopf auf dem Tisch, als wäre er sturzbetrunken der andere hatte den Kopf in den Nacken gelegt und schien zu schlafen. Der Gesprächspartner von Luigi schluckte und drehte sich wieder um.

Ihr habt bis morgen Abend Zeit 40 Sätzlinge in den Hafen zu bringen. Dort werde ich auf euch warten. Bringt mir die Pflanzen dann bekommt ihr das Schreiben und eure Schuld ist euch erlassen. Und nun geht!

Der Mann sprang auf und stapfte aus dem Schankhaus während der noch warme Stuhl nun von Luigis Retter besetzt wurde.

Dein Auftritt war wieder einmal vorbildlich und genau zur rechten Zeit mein Freund.
Ganz schön gewagt ohne Rückendeckung zu agieren. Die hätten dich ohne Probleme umbringen können.
Hätten sie. Aber ich hab gesehen wie du vor einer Stunde in den Schankraum geschlichen bist. Da war ich mir recht sicher das du mir helfen würdest wenn es brenzlig wird.Leben die beiden noch?
Ja aber sie werden wohl noch eine Weile schlafen und mit einem dicken Kopf erwachen. Mohnsaft wirkt immer noch am besten.Was machen wir jetzt?
Jetzt? Jetzt werden wir warten und schaun ob unser Freund seinen Einfluss nutzen kann uns unsere Zukunft zu ergaunern.
 
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Re:La Familia di Gonzaga      14.01.2018 04:47:00 --- 1 Monat, 1 Woche her  
Luigi und ANonio verbrachten den restlichen Abend mit Karten und Würfelspielen, jedenfalls solange bis sie einschlägig bekannt waren und sich keine Opfer mehr fanden. Sie rafften ihr Hab und Gut und begaben sich auf die Zimmer, die dank der freigiebigen hart arbeitenden Menschen von Moosburg nicht aus den finanziellen Reserven der beiden Norditaliener gezahlt werden mussten.

Neben einem Laib Brot und einem Stück Räucherspeck und etwas hartem Käse, war auch ein Krug mit Wein für jeden der beiden dabei. Sicher, hier in den deutschen Landen war Bier allgegenwärtig, doch an dies meist saure und von wenig Geschmacksfasetten gesegnete Getränk kam Luigi nicht heran. Abgesehen davon wurde hier und dort mit dem Zeugs gepnscht und Schindluder getrieben, das es nicht mehr als Bier bezeichnet werden sollte.
Im Zimmer angekommen, zog Luigi seine schlammigen Stiefel aus und warf sie unter dem Fenster an die Wand. setzte sich auf einen Stuhl und legte die Beine auf einem Simms des Schornsteins, der aus dem Schankraum durch das Zimmer ging und den Raum so aufwärmte.

We sieht es eigentlich dort aus?
Was meinst du?
Die Ostmark. Gibt es gutes Land? Wie sind die Menschen dort?
Antonio nahm einen Schluck vom Wein und setzte sich auf eine Holzbank neben dem Fenster.
Also die Frauen sind eine Augenweide. Groß und gut gebaut. Die Menschen sind etwas ruhig und wirken im ersten Moment etwas mürisch sind aber freundlich und zuvorkommend, wenn man ihnen respektvoll begegnet. Alles in allem ein Ort den ich furchtbar finde. Zu wenig Heimtücke wenn du mich fragst aber für den Anfang nicht schlecht.
Das Land Mann, wie sieht es aus? Hast du ein schönes Stück erwerben können?
Ja konnte ich. Ein alter Rittersitz. Etwas runtergekommen. Ein paar Hütten und eine alte marode Holzmotte. Aber der Boden ist dunkel schwarz und ertragreich laut den Bauern. Außerdem vergleichbar warm. Jedenfalls für die Verhältnisse hier oben.
Und wie heißt das verheisungsvolle Land?
Ihr mein Herr Gonzaga habt nun das kleine aber feine Gut Greillenstein erworben. Er machte eine angedeutete Verbeugung um seinem Sarkasmus ein wenig Dramatik zu verleihen.
Wem müssen wir dann Steuern entrichten?
Ihr seid ebenso ein Lehensnehmer der Markgräfin Mongrel, genannt die Waise. Sie ist wohl die Witwe des letzten Margrafen und regiert als eben solche weiter die Ostmark. Du solltest dich vielleicht bei Gelegenheit vorstellen und etwas zu Kreuze kriechen. Kann jedenfalls nicht Schaden sich mal Blicken zu lassen. Vielleicht mag sie ja junge Bengel wie dich.
Antonio lachte auf und nahm einen weiteren Schluck vom Wein.

Morgen müssen wir bereit sein schnell abzureisen. Falls etwas schief geht müssen wir sehen das wir unauffälig gen Osten kommen. Ich habe im Hafen ein Boot das groß genug ist um uns und die Pflanzen gen Osten zu bringen.
Nun mit einem Boot können wir die Isar weiter gen Osten fahren und folgen dann der Donau bis nach Krems. Von dort aus wenden wir uns dann nach Norden. Vielleicht noch einmal drei Tage zu Pferd bis wir da sind mit einem Wagen werden es wohl fünf sein. Die Reise wird also gut einen Monat dauern. Luigi nickte er rechnete jedoch eher mit 2 Monaten Reisezeit, doch das war alles nur Schätzung und käme darauf an wie schnell sie die Flüsse entlang kommen würden.

Er schwang die Beine herum und warf sich auf eines der Betten.

Lass uns ein paar Stunden schlafen. Erst morgen ABend werden wir wissen ob unser Plan von Erfolg gekrönt sein wird.
 
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Re:La Familia di Gonzaga      18.01.2018 03:10:14 --- 1 Monat, 1 Woche her  
Eleus war ratlos. Dieser Gonzaga hatte das Unmögliche von ihm verlangt. Natürlich wenn einer diese Sätzlinge hätte besorgen können dann er aber wie nur sollte er das tun ohne erwischt zu werden. Die Pflanzen die dieser Gonzaga verlangte waren die auserlesensten gewesen, die man nur finden konnte. Wein von diesen Pflanzen war sein Gewicht in Gold wert. Das wusste auch Eleus und auch dieser italienische Bengel genau.
Ebenso hoch wie der mögliche Gewinn war aber auch das Risiko. Der diebstahl dieser Pflanzen konnte als Hchverrat gelten, da sie vom Hochadel geschützt waren. Daher war die Todesstrafe gewiss. Unewiss war nur wie sie vollzogen werden würde. Vom Henkerbeil, über den Galgen und auch das Flechten auf das Rad wären alle Varianten möglich gewesen die sicherlich zum Tot führen würden. Bei diesem Gedanken schluckte Eleus und rieb sich den bärtigen und schwitzigen Hals. Er würde Wachen bestechen und alte Gefallen einfordern müssen. Die Bestechlichkeit von den Wachen war weniger das Problem, doch würde er Leute braucehn die die Sätzlinge ausgruben, mit anderen Pflanzen ersetzten und dann die Pflanzen zum Hafen transportieren, ohne das auch nur eine Menschenseele einen Verdacht hägte.

Nach wenigen unruihigen Stunden Schlaf

Es war ihm im Traum eingefallen und als er erwachte war es ihm immer noch wie ein Traum vorgekommen. Er hatte in seinen Lagern Holzkisten auf deren Boden waren einzelne Viereckige Bereiche gut zwei Handbreiten hoch abgeteilt durch Bretter, sodass auf dem Kisten Boden ein Dutzend kleine Quadrate entstanden. Ein jedes hatte die Größe um darin einen Tonkrug, gesichert mit Stroh, zu stellen. der Clue war, dass auf diesen Boden ein Kistendeckel gesetzt werden konnte der absolut Blickdicht ist und kein Aufsehen erregen würde. Niemand würde einen Transport von Tonwaren kritisch beäugen. Das Problem der Verschleierung war also gelöst und auch der Transport konnte so leicht mit Karren bewerkstelligt werden.

Die Leute die ihm helfen sollten waren natürlich alles seine Angestellten. Sie würden einen Bonus erhalten für ihre Verschwiegenheit, außerdem würden sie ihre Anstellung verlieren sollten sie etwas ausplaudern und sicher auch der Mittäterschaft bezichtigt werden, also war auch das kein Problem mehr.

Nun galt es nur so viel Zeit zu bekommen die Pflanzen auszutauschen und wegzuschaffen. Dabei würde ein alter Freund von Eleus helfen.
Bernhard war einst ein gewöhnlicher Beutelschneider, der vor langer Zeit, als Eleus noch Marktaufseher war, versuchte ihn zu bestehlen. Eleus hatte ihm daraufhin die Wahl gelassen, seine Hände zu verlieren oder sie für die Zwecke von Eleus zu gebrauchen. Er hatte es schnell zu einem gewissen Ruf gebracht und galt als Unbarmherzig aber nicht als Unbestechlich.
So brachte er es nach dem Abdacken von Eleus auch schnell zum Hauptmann der Wachen und Eleus hatte genug gegen ihn in der Hand um ihn zu einem Gefallen zu drängen.

Der Vormittag wurde von Eleus damit verbracht Ersatzpflanzen zu beschaffen und seine Leute anzuleiten. Bernhard war weni begeistert doch als es ein paar Silberstücke regnete und ihm dringlichst eingebläut wurde das da einige Dinge nicht in seinem Sinn ans Licht kommen könnten, war er schnell überzeugt.
Am Abend dann waren die Sachen bereit und wie Bernhard versichert hatte, waren die Wachen abgezogen und der Schichtwechsel herausgezögert. Mit Fackeln und Schaufeln bewaffnet rannten Eleus und seine Leute durch die Mauern des gesiherten Weingutes und begannen sofort die ersten Pflanzen auszugraben. Während die bereits ausgegrabenen Pflanzen von einigen in die Kisten gesetzt wurden, brachten andere Arbeiter die Ersatzpflanzen. Auch für diese hatte sich Eleus etwas einfallen lassen. Die Wurzeln wurden mit Salzen versetzt und dann eingegraben nach dem ersten Gießen würde das Salz sich auflösen und die Wurzeln der Pflanzen zerstören. Dann würde niemand herausbekommen, dass die Pflanzen nicht die waren für die man sie hielt. Im Laufe der Zeit würde das Salz herausgewaschen und die nächsten Pflanzen könnten ohn weiteres wieder wachsen.

Es dauerte fast drei Stunden und Bernhard wurde sichtlich nervös da der Wechsel bereits anstand und dann würde er in schwere Erklärungsnot geraten, warum so viele Fremde in dem Gut herumrannten. Doch ehe der erste Wachsoldat auftauchte war die letzte Kiste verschlossen und auf dem Karren verladen. Dieser rumpelte nun über die Pflaster Straßen und in der immer kühler werdenden Nacht näherte sich der kleine Trupp dem Hafen. Schon von weitem sah Eleus eine Laterne, die am Bug eines Kahns festgemacht war. Davor standen zwei Männer die in Mäntel gekleidet waren.
Eleus erkannte diesen Gonzaga sofort. Das Pfauengehabe und die hochnäsige Art wie er sich mit seinem Freund unterhielt. Als Gonzaga Eleus erblickte kam er auf ihn zu.

Wie ich sehe hast du einen Wagen voller Geschenke für mich.
Halts Maul Gonzaga und hilf mir lieber die Kisten zu verladen. Hast du das Schreiben dabei?
Sicher nicht. Ich habe es einem gottesfürchtigen Mann gegeben der dir das Schreiben aushändigen wird sobald wir weg sind.
Du bist ein gerissener Kerl Junge, aber eines Tages wirst du damit an den falschen geraten. Das hat dein Vater schon lernen müssen.

Luigi war sich unsicher was das bedeuten sollte, doch jetzt galt es weniger der Neugier zu folgen als die Ladung zu sichern. Die vier Kisten brauchten den geammten Ladeplazt auf dem Kahn. Doch es war alles schnell verladen und der Kahn schwam sicher auf dem Wasser. Ohne ein weiteres Wort stieß Antonio das Boot vom Kai ab und mit einem Sprudeln des Wassers flog der Kahn auf den Fluss hinaus. Eleus rief vom Ufer zu Luigi herüber.

Und der Geistliche wird mir sicher das Schreiben aushändigen?
Aber natürlich! Aber ich weiß nicht ob euch das Plakat eines Florentinischen Bordels so viel bringen wird. Verzeiht das echte Schreiben hatte men Vater berits verbrannt vor Jahren aber seht es so ihr seid eine Schuld los und ich habe was ich wollte. Wenn ihr doch nur endlich lesen lernen würdet.
ZUR HÖLLE MIT EUCH UND EURER GANZEN FAMILIE GONZAGA.

Lauthals lachend schob sich der Kahn in die Strömung und nahm Fahrt auf.
 
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